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Jens Amend gibt Orgelkonzert in St. Cyriakus Duderstadt

Bach, Krebs, Knecht Jens Amend gibt Orgelkonzert in St. Cyriakus Duderstadt

Ein akustisches Fest für Duderstadt – der weite Innenraum der St. Cyriakus trifft auf den Wohlklang einer Creutzburg-Orgel und die Virtuosität von Staufenberger Kantor und Organist Jens Amend. Etwa viereinhalb Jahre ist es her, dass Amend die Orgel in der Duderstädter Kirche spielte. Dass er das Gefühl für das Instrument über die Zeit jedoch nicht verloren hatte, war ab dem ersten Ton den er am Sonntag in St. Cyriakus spielte gewiss.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Der erste Ton, ein tiefer, sonorer Basston, gleitet durch die Weite des Raumes und legt sich schwer und ergreifend auf die Zuhörer. Bachs Fantasie und Fuge in G-Moll eröffnet das Orgelkonzert mit Wucht und Melancholie.

Etwa 40 Besucher lauschen den Klängen des im Jahre 1735 erbauten Instrumentes. Dabei schafft es Amend in kürzester Zeit, die Vielfältigkeit der prächtigen Orgel hör- und spürbar bar zu machen. Der Bass bringt die Luft zum vibrieren, die zarten Anschläge der höheren Lagen vermitteln den Eindruck eines Hauchs, dem sanften Ton einer Panflöte gleich.

Die Spielfreude von Amend zeigt sich von Stück zu Stück. Ob Felix Mendelssohn Bartholdys 4. Orgelsonate in B-Dur, Johann Ludwig Krebs Vier kleine Präludien, Justinus Heinrich Knechts Rondo in F-Dur oder Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in D-Dur, die Individualität der Werke wird von Amend stets behutsam, aber pointiert herausgearbeitet.

Zwischen den einzelnen Stücken herrscht bedächtige Stille. Die Erwartung auf das folgende Stück ist deutlich spürbar. Amend schafft es Raum, Orgel und seine Virtuosität an einem Punkt zu vereinen.   

Von Kay Weseloh

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