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„Jetzt auf Nächstenliebe angewiesen“

Großbrand „Jetzt auf Nächstenliebe angewiesen“

Elf Menschen sind durch das Großfeuer in der Northeimer Altstadt obdachlos geworden. Das Ordnungsamt sowie freiwillige Helfer des Roten Kreuzes kümmerten sich um sie.

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Quelle: CH

„Sie sind jetzt auf Nächstenliebe angewiesen“, sagt Heinz-Dieter Wieprecht, „aber wir stehen im Hintergrund und kümmern uns, wenn Unterkunft benötigt wird.“ Der Leiter des Fachbereichs Recht und Bürgerdienste – früher hieß das Ordnungsamt – hat den Familien, die von dem Feuer betroffen sind, Hilfe angeboten.
Elf Menschen verloren ihre Wohnungen, darunter jene 35-jährige Frau, die mit Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Alle anderen Bewohner der vier ausgebrannten Fachwerkhäuser entkamen den Flammen unverletzt.
Während zwei Familien mit zusammen acht Mitgliedern jeweils bei Verwandten vorübergehend Ünterkunft erhielten, kümmerte sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um zwei ältere Frauen. Eine der Seniorinnen konnte nach kurzem Aufenthalt im Gebäude des DRK ebenfalls bei Bekannten unterkommen. Eine weitere ältere Dame fand Unterkunft in der Kurzzeitpflege eines Seniorenheims, wo sie von der zu Hilfe gerufenen Pflegerin, die sie bisher schon betreute, unterstützt wird.
Mit 26 Einsatzkräften war das DRK nach dem Großbrand im Einsatz. Zusammen mit den Johannitern, so Bereitschaftsleiter Frank Beckmann, wurde der Schutz der Feuerwehrleute garantiert. Einige der Kameraden mussten mit kleineren Verletzungen versorgt werden. „Nichts Dramatisches“, sagt Beckmann. Erst später stellte sich heraus, dass wohl doch einer der Feuerwehrleute einen Rippenbruch erlitten hat. Insgesamt könne das DRK im Katastrophenfall bis zu 500 Menschen versorgen, sagt Beckmann.
Ein Video zum Großbrand und von den Aufräumarbeiten gibt es unter hier.

 Von Jürgen Gückel

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