Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Jobcenter des Landkreises Göttingen belegt bundesweit Spitzenplätze

Im Vergleich Jobcenter des Landkreises Göttingen belegt bundesweit Spitzenplätze

Jeder 15. Einwohner des Landkreises Göttingen wird durch das Jobcenter des Landkreises Göttingen betreut. Etwa 17 000 Menschen beziehen Leistungen entsprechend des Sozialgesetzbuches II. Darunter sind 12 500 Personen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, zumeist langzeitarbeitslos.

Voriger Artikel
Adelebser Kirchengemeinde setzt auf digitales Instrument
Nächster Artikel
20 Jahre Göttinger Tafel: Auf Sammeltour mit den Lebensmittel-Fahrern

Das Jobcenter des Landkreises Göttingen belegt bundesweit Spitzenplätze.

Quelle: Eichner-Ramm

Göttingen. Der Landkreis Göttingen als Optionskommune versucht unter anderem, die Menschen wieder in Arbeit zu bringen und langfristigen Leistungsbezug zu vermeiden. „Das ist nicht einfach,“, sagt Landrat Bernhard Reuter (SPD). Der Arbeit des Jobcenters Landkreis Göttingen stellt Reuter bei einem Pressegespräch am Dienstag dennoch ein gutes Zeugnis aus, denn im Vergleich der Jobcenter in Bund und Land belegt der Landkreis Göttingen Spitzenplätze.

So habe zwischen Oktober 2013 und September 2014 die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt um 800 000 Euro (2,3 Prozent) reduziert werden können. Im Bundesvergleich von 44 Jobcentern belegt der Landkreis Göttingen damit Platz eins, bei den 46 Jobcentern in Niedersachsen rangiert Göttingen hinter Osterode auf Platz zwei. Die selben Platzierungen nennt Reuter, was die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten angeht, wo eine Reduzierung um fünf Prozent gelang.

Erfolgreich sei das Jobcenter Landkreis Göttingen auch bei der Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit. In punkto Nachhaltigkeit, also wenn die Menschen zwölf Monate nach Integration immer noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, beträgt die Integrationsquote 65,5 Prozent und liegt damit im Bundes- wie im Landesvergleich „ganz ganz oben“, so Reuter. Diese Erfolge seien jedoch nicht selbstverständlich, betonte der Landrat, und es gebe keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Kritisch merkte Reuter vor allem an, dass der Bund in den vergangenen Jahren das Budget für die Arbeit des Jobcenters deutlich zurückgefahren habe.

Als Erfolgsgeschichte habe sich die im Juni 2013 als Pilotprojekt in Hann. Münden gestartete Jobakademie erwiesen. Dabei sollen die bis zu 16 Teilnehmer in der Gruppe durch zwei Coaches möglichst schnell vermittelt werden. Das erfordere ein hohes Maß an Eigeninitiative, so Jobcenter-Leiterin Gabriele Bock. Die Integrationsquote der Jobakademie am Standort Hann. Münden betrug 62,5 Prozent. Grund genug, an weiteren Standorten eine Jobakademie zu etablieren: Seit Jahresbeginn arbeitet Göttingen-Land, im März sollen Göttingen-Stadt und Mitte des Jahres Duderstadt folgen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung