Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Johanniskapelle in Lütgenrode droht Einsturz

Kirchenvorsteherin Busch sorgt sich um Südmauer des Gotteshauses Johanniskapelle in Lütgenrode droht Einsturz

„Wenn nicht bald etwas passiert, droht die Schließung der Lütgenröder Johanniskapelle wegen Einsturzgefahr“, warnt Kirchenvorsteherin Christine Busch. Um das dringend sanierungsbedürftige Gotteshaus, das an der stark befahrenen Bundessstraße 446 zwischen Solling und Eichsfeld steht, geht es bei einer Gemeindeversammlung, die der Kirchenvorstand Parensen-Lütgenrode am Mittwoch, 25. Februar, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Lütgenrode einberufen hat.

Voriger Artikel
Jüdischer Friedhof in Geismar 1937 zugeschüttet
Nächster Artikel
Wendebach-Stausee bei Niedernjesa: Zeitplan gesprengt

Christa Busch sorgt sich um die Lütgenröder Johanniskapelle.

Quelle: Caspar

Lütgenrode. An der Südmauer des 800 Jahre alten Gotteshauses ist an vielen Stellen der Mörtel herausgebröckelt. Die Kirchenvorsteherin fürchtet, dass die Steine in Bewegung geraten und herausfallen. Bereits jetzt dringt durch die offenen Fugen Wasser in die Wände ein. Innen in der Kirche springt der Putz auf. An einigen Stellen klaffen einen zentimeterbreite Risse, die sich zum Teil vom Boden bis zur Decke ziehen. An der Ostwand blüht der Stein aus.

Das etwas passieren muss, ist den Verantwortlichen klar. 2012 legte das Ingenieurbüro HAZ aus Hann. Münden ein Baugutachten vor. Da jedoch im Kirchenkreis Göttingen auch andere Gebäude zu sanieren sind, muss der Kirchenkreistag Prioritäten setzen. So verzögert sich der Baubeginn. Erst wurde das Jahr 2014 genannt. Nun soll es 2017 losgehen. Busch fürchtet, dass die mittlerweile auf 200 000 Euro geschätzte Baumaßnahme noch weiter auf der Liste nach hinten rutscht.

Von den 315 Einwohnern des Ortes gehören 180 Menschen der Kirchengemeinde an. Für sie wird es schwer, den geforderten Eigenanteil an den Kosten aufzubringen. Zu den 16 Gottesdiensten im Jahr kommen in der Regel 20 Christen. Außerdem werden in der Kapelle ein, zwei Taufen sowie eine Hochzeit im Jahr gefeiert. Zudem nutzen die Lütgenröder das Gotteshaus überkonfessionell als Friedhofskapelle. Vier Beerdigungen gibt es im Jahr. Lütgenrode und Parensen bilden eine Gemeinde, die wiederum zusammen mit Harste und Gladebeck von Pastor Peter Lahmann betreut wird. „Auch in Harste und Gladebeck stehen Baumaßnahmen an“, gibt der Pastor zu Bedenken.

Von Michael Caspar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“