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Jubiläumsfeier in der Stadthalle Göttingen

Zehn Jahre Bus Scouts Jubiläumsfeier in der Stadthalle Göttingen

Das Projekt Bus Scouts ist das größte Zivilcourage-Programm in Deutschland. Am Dienstag wurde das Jubiläum mit Rückblicken, Ausblicken und viel Musik in der Göttinger Stadthalle begangen.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Seit dem Beginn im Jahr 2007 haben speziell geschulte Busfahrer und Polizeibeamte etwa 5500 Schüler zu „Bus Scouts“ ausgebildet. Ihre Aufgabe: für ein besseres Miteinander von Schülern in Bussen und seit 2014 auch in Zügen der Deutschen Bahn im Bereich des Zweckverbandes Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) zu sorgen. Nicht selten wird auf der Fahrt zur Schule geschubst, gerangelt, beleidigt oder geschlagen bis hin zu sehr handfesten Auseinandersetzungen. Nicht nur in den Bussen und Zügen, sondern auch an den Haltestellen sollen die Bus Scouts kontrolliert und kompetent eingreifen. Nebeneffekt für die Verkehrsbetreiber: Die Bus Scouts tragen dazu bei, Sachschäden in Bussen und Bahnen zu verringern.

Beruhigung und Entspannung

In Konfliktsituationen nicht provozieren, überlegt handeln, Vorbild sein, sich nicht selbst in Gefahr bringen: Um diese Aufgaben und Verhaltensweisen zu erlernen, können sich Schüler zu Bus Scouts ausbilden lassen. Dazu müssen sie die achte Klasse erreicht und das Einverständnis ihrer ltern und des Klassenlehrers eingeholt haben. Unterrichtet werden sie von Verhaltenstrainern der Busunternehmen und der Polizei. In 15 Unterrichtsstunden wird den Teilnehmern beigebracht, wie sie brenzlige Situationen erkennen und richtig einschätzen können und wie sie für Beruhigung und Entspannung sorgen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Jubiläum mit Rückblicken, Ausblicken und viel Musik in der Göttinger Stadthalle

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Wer die Ausbildung erfolgreich durchläuft, wird als Bus Scout zertifiziert und erhält einen entsprechenden Ausweis, den er bei seiner Arbeit als formale Legitimation vorzeigen kann. Bei der Zehn-Jahres-Feier in der Stadthalle am Dienstag waren es 27 junge Schüler, die ihren Ausweis entgegennehmen konnten – zwei Mädchen und elf Jungen von der Montessori-Schule Göttingen, vier Mädchen und zwei Jungen von der Gutenberg-Realschule in Northeim und vier Mädchen und vier Jungen vom Corvinianum, ebenfalls in Northeim. Organisiert wird das Bus Scout-Programm vom Zweckverband Verkehrverbund Südniedersachsen (ZVSN), dem Verkehrverbund Südniedersachsen (VSN), den Verkehrsunternehmen, der DB Region, der Polizei und den Schulen.

Sozialkompetenz trainieren

Das Bus Scout-Zertifikat, sagen die Organisatoren von vom Zweckverband Verkehrverbund Südniedersachsen (ZVSN), dem Verkehrverbund Südniedersachsen (VSN), den Verkehrsunternehmen, der DB Region, der Polizei und den Schulen, bringe auch außerhalb des beabsichtigten Einsatzgebietes Vorteile. Die Schulung, erklärte Stefan Beckermann, Dezernatsleiter der niedersächsischen Landesschulbehörde, bei der Zehn-Jahres-Feier in der Stadthalle, sei eine Art Training von Sozialkompetenz und trage zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülern bei. Das Wissen um die Wirkung der eigenen Körpersprache, um selbstbewusst aufzutreten zu können, lasse sich auch in der Schule, der Freizeit oder später im Berufsleben einsetzen. Das entsprechende Zertifikat könne auch bei späteren Bewerbungen für einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz als Beleg für ein gutes Sozialverhalten genutzt werden. hein

Beim „Bus Scout“-Start or zehn Jahren, sagte die Göttinger Kreisrätin Christel Wemheuer, habe sich niemand vorstellen können, dass daraus eine derart große Erfolgsgeschichte werden könne. Das Bus Scout-Projekt besitze „Vorbildcharakter für andere Initiativen“, erklärte Göttingen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Für die musikalische Untermalung der Jubiläumsfeier sorgten die Big-Band „Jazztified“ und Marc Elges mit seinem Bus Scout-Song. hein

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