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Jubiläumsfest in Gladebeck mit Umzug und Handwerkermarkt

1000 Jahre Gladebeck Jubiläumsfest in Gladebeck mit Umzug und Handwerkermarkt

1000 Jahre Gladebeck wurden am Wochenende, 5. und 6. Juli, gefeiert. Trotz der ungewöhnlichen Hitze ließen die Besucher nicht auf sich warten. Plätze im Schatten wurden schnell rar beim Handwerkermarkt im Pfarrgarten unter den großen Bäumen.

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Beim Gladecker Handwerkermarkt im Pfarrgarten

Quelle: ENZ

Gladebeck. „So haben die Menschen früher ihre Säcke beschriftet“, erklärte Hermann Miotke einem Mädchen, das ihm schon eine Weile zusah. „Die Schablone ist aus Pappe.“ Sorgfältig tupfte Miotke schwarze Farbe darauf. Dann lüftete er die Schablone. „1000 Jahre Gladebeck“ stand auf dem Stoffbeutel - wie von Zauberhand geschrieben.

Auch Hexe Flatterbein zauberte. Sie will, dass Kinderwünsche Wirklichkeit werden. Mit einem Wunscherfüllungsstein legte sie den Grund dafür, dass die ersehnten Dinge kommen, wenn auch manchmal erst nach Jahren.Neben Seiler, Drechsler und Schmied zeigte auch ein Barbier sein Können.

Bei Northeim Innungs-Obermeister Hans-Jürgen Erkert waren Friseurgeräte aus alten Zeiten zu finden. „Das kenne ich noch von meiner Oma“, sagte Angelika Holzapfel und zeigte auf ein Ondulier-Eisen.

Für eine angenehme Atmosphäre sorgten nicht nur ein Nachbau der Gladebecker Burg aus Stroh und  die vielen liebevoll gestalteten Stände, sondern auch Pferd, Kuh und Esel in Paddocks sowie viele abwechslungsreiche Aktionen.

Wem Ulrich Schröder mit Springwasser die Handgelenke kühlte, der sollte 100 Jahre alt werden. Das Wasser sei ein Mittel gegen „Pest und Pocken“. Auch ein Gladebecker Würfelspiel hat Schröder erfunden. Die Würfel konnten die Kinder selbst bemalen.

„Anklage wird erhoben“, rief Herold Thomas Pommreinke. Laut läutend führte er den Richter mit seinem Tross durch die neugierige Menge. Der Angeklagte Werner Hampe habe dem Richter sein Amt streitig machen wollen, lautete der Vorwurf. Dafür sollte er am Pranger büßen. „Ich bin unschuldig“, rief Hampe. Doch schließlich wählte er die bezahlbare Strafe und gab Richter und Gefolge Bier aus.

Unzählige Ideen steckten auch im Festumzug mit etwa 50 Gruppen unter dem Motto „Gladebeck im Wandel der Zeiten“ am Sonntag, 5. Juli. Mit einer Wiederholung der Aufführung von . Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ auf Platt ging das gelungene Festwochenende zu Ende.

Von Ute Lawrenz

1000 Jahre Gladebeck: Das haben die Bewohner mit kreativen Kostümen und festlichen Wagen gefeiert. © Heller

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Trotz der ungewöhnlichen Hitze ließen die Besucher nicht auf sich warten. Plätze im Schatten wurden schnell rar beim Handwerkermarkt im Pfarrgarten unter den großen Bäumen.

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