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Jühnde ändert Flächennutzungsplan für Windkraft

Fünf Windräder auf 40 Hektar Jühnde ändert Flächennutzungsplan für Windkraft

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, eine Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde Dransfeld „Sondergebiete für Windenergienutzung“ abzugeben. Darin soll stehen, dass auf einem circa 40 Hektar großen Gebiet im Bereich Buchenbreite fünf Windkrafträder gebaut werden dürfen, und zwar mindestens 970 Meter von der Wohnbebauung entfernt. Betont werden soll, dass die Höhe der Anlagen 185 Meter nicht überschreiten darf.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Die vorhergehende Gemeinderatssitzung besuchten mehr als 80 Bürger. Am Mittwochabend waren es lediglich ein Dutzend – aber auch die entfachten eine kontroverse Diskussion.

Sobald sich die Rahmenbedingungen änderten, würden auch größere Anlagen zugelassen, und zwar noch näher an der Wohnbebauung, befürchtete eine Jühnderin. Ein Bördeler warnte vor einem Verlust von Immobilienwerten. Erst mal „nein“ sagen und anschließend die Sache „aussitzen“ sei das Gebot der Stunde, so ein weiterer Bürger.

Aussitzen, gerade das will der Gemeinderat die Sache allerdings nicht. Der allgemeine Tenor: gebaut werde auf jeden Fall, nur mit einem gerichtsfesten Flächennutzungsplan könne die Gemeinde „den Spielraum nutzen, den sie hat“, so Karsten Harriehausen (CDU). Der Plan stelle sicher, dass nur in einem Gebiet, nicht in mehreren, gebaut werde, sagte Ernst Achilles-Wengel (Grüne). Im Endeffekt sei der Plan ein „Abwehrplan“, um einen „Wildwuchs“ von Windkrafträdern und eine „Umzingelung“ der Gemeinde durch Gebiete, in denen die Anlagen errichtet werden dürfen, zu verhindern, so Bürgermeister Dietmar Bode (SPD).

Bode wies zum Schluss noch auf die im September letzten Jahres durchgeführte  Einwohnerbefragung hin. Diese habe ergeben, „dass die Jühnder der Windenergie positiv gegenüber stehen“ (in der Befragung votierten 54,5 Prozent für eine Windenergiefläche und 45,5 Prozent dagegen). Der Rat lege den Bürgern auch nahe, sich an den Anlagen zu beteiligen, so Bode weiter. hru

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