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Jühnder Erfahrungen mit dem E-Mobil

„Man fährt viel entspannter“ Jühnder Erfahrungen mit dem E-Mobil

„Es ist ein wirklich tolles Fahrgefühl“, sagt Jeanne-Marie Paffenholz, und ihr Mann Gerd spricht von einem „wirklich schönen Auto“. Das Fahrzeug, das die beiden Jühnder im vergangenen Jahr zwei Wochen lang zur Probe gefahren haben und auch seither gelegentlich als Carsharing-Auto nutzen, ist ein E-Mobil.

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Testeten das E-Mobil im Dauereinsatz und als Carsharing-Auto: Jeanne-Marie und Gerd Paffenholz.

Quelle: Vetter

Jühnde. Familie Paffenholz ist einer von 15 Haushalten, die im Rahmen des Projekts „Elektromobilität vorleben“ die Nutzung eines Elektro-Autos im Alltag testen.

Noch bis etwa Ende April stehen die zwei E-Mobile in Jühnde für die Testhaushalte zum kostenlosen E-Carsharing bereit. Voraussichtlich ab Mai soll dann die kostenpflichtige gemeinsame Nutzung des VW e-up etabliert werden.

Jeanne-Marie Paffenholz ist im Gegensatz zu ihrem Mann Gerd noch berufstätig. In den zwei Testwochen habe sie das E-Auto täglich für die Fahrt zur Arbeitsstelle in Bovenden genutzt. Wie ein „Spielzeugauto“,, so sei ihr erster Gedanke bei der ersten Fahrt mit dem Automatikwagen gewesen. „Man hört gar keine Geräusche.“ Durch die Ruhe werde man beim Fahren viel sensibler für seine Umwelt, sagt die 60-Jährige.

„Außerdem fährt man viel entspannter, stressfreier.“ Weil das E-Mobil fast keine Fahrgeräusche macht, hatte Gerd Paffenholz (75) das Gefühl, in einem Luxusauto zu sitzen. Der Wagen sei sehr bequem und schaffe Tempo 120. „Aber mit solch einem Auto rast man ja auch nicht“, sagt er.

„Kassel wäre aber zu schaffen“

Eine Anzeige auf dem Display signalisiere, wie viele Kilometer man mit dem vorhandenen Strom noch fahren kann, erklären die beiden Testfahrer. Das beeinflusse das Fahrverhalten, denn gehe es vorwiegend bergab, sinkt der Stromverbrauch, bergauf, Gasfuß oder bei winterlichen Temperaturen reduziere sich die Reichweite. Am Montag erst sei sie morgens mit einem Tachostand von 125 losgefahren, sagt Jeanne-Marie Paffenholz.

Als sie zurückkam zeigte die Anzeige 35 Restkilometer an. Tatsächlich fuhr sie 50 Kilometer. „Nach Hannover könnten wir mit diesem Auto nicht fahren“, kommentiert ihr Mann, „Kassel wäre aber zu schaffen“. Das E-Mobil zeigt dem Fahrer übrigens auch die nächstgelegenen Schnelllade-Möglichkeiten an. In einigen der Testhaushalten in Jühnde, darunter in der Garage der Familie Paffenholz, wurden vom Energieversorger EAM spezielle Steckdosen zum Laden des E-Autos installiert.

Würden sie ein E-Mobil empfehlen? Das Carsharing-Angebot lohne sich nach Auffassung von Gerd Paffenholz nicht für Berufstätige, da der Wagen dann den ganzen Tag für andere nicht zur Verfügung stünde. Aber an Stelle eines Zweitwagens, etwa um zum Einkaufen zu fahren oder für junge Leute, um mal ins Kino zu kommen, so das Fazit des Paares, sei die Carsharing-Nutzung des E-Mobils durchaus sinnvoll.

Der öffentliche Personennahverkehr in Jühnde sei hingegen keine Alternative.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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