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Jürgen Trittin besucht die Göttinger Tafel

Bundestagsabgeordneter verteilt Lebensmittel Jürgen Trittin besucht die Göttinger Tafel

Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin hat die Tafel besucht. Der Grünen-Politiker informierte sich über Ablauf und Modalitäten, half bei der Lebensmittelausgabe, kündigte eine Spende an und versprach, bei Firmen für Sponsoring zu werben.

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Jürgen Trittin besucht die Göttinger Tafel und hilft bei der Lebensmittelausgabe.

Quelle: Rudolph

Göttingen. „Sauber und ordentlich“ sehe es in der Mauerstraße aus, lobte der Politiker, und die Qualität der Lebensmittel sei sehr hoch. Nach einer Führung durch die Räume packte der ehemalige Bundesumweltminister in der Lebensmittelausgabe mit an, legte Gemüse, Obst, Brot und Wurstwaren in Körbe und reichte sie den wartenden Kunden. Er finde es gut, dass die Menschen selbständig eine Auswahl aus den zur Verfügung stehenden Lebensmitteln treffen können, so der 61-Jährige: „Vorgepackte Pakete sind eine Form der Entmündigung.“   

Trittin ist der zweite Bundespolitiker, der dem Verein „Göttinger Tafel“ in diesem Jahr einen Besuch abstattet. Vor einigen Wochen war bereits Thomas Oppermann (SPD) zu Gast, zu einem noch nicht feststehenden Datum im Frühjahr wird Fritz Güntzler (CDU) erwartet. Es sei zu begrüßen, wenn sich Politiker der Realität stellten, so Tafel-Geschäftsführerin Martina May - und dabei Menschen träfen, mit denen sie sonst eher selten in Berührung kämen. Auch wenn die Beschäftigungszahlen stiegen, sei ein Ende der Tafeln nicht abzusehen, prognostizierte Trittin, im Gegenteil: Durch die steigende Altersarmut werde der Bedarf in den kommenden Jahren eher zu- als abnehmen. Ulrich Hormann erläuterte, mit welchen Herausforderungen sich die Göttinger Tafel konfrontiert sieht: „Wir haben derzeit genügend Lebensmittel, aber keine gesicherte Finanzierung der laufenden Kosten.“ Er wünsche sich, dass eine Firma eine Art Sponsoring betreiben würde, so der Tafel-Vereinsvorsitzende: „Zum Beispiel könnte sie einen Mitarbeiter einstellen, der zehn Stunden seiner wöchentlichen Arbeitszeit bei uns leistet.“

Die Idee fand Trittin gut und kündigte an, bei Firmenbesuchen für sie zu werben. Überhaupt sei die Tafel „klasse“, so der Politiker, weswegen er ihr aus privater Tasche 2000 Euro spenden werde. 

Von Hauke Rudolph

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