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Jugendliche Alkohol- und Tabak-Testkäufer überprüfen Verkaufsstellen im Landkreis Northeim

Vier schwarze Schafe Jugendliche Alkohol- und Tabak-Testkäufer überprüfen Verkaufsstellen im Landkreis Northeim

Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz werfen der Landkreis und die Polizei Northeim mehreren Verkaufsstellen für Tabakwaren und Alkohol in den Städten Uslar und Northeim vor. Bei Testkäufen in zehn Kiosken, Tankstellen und Supermärkten waren die Jugendlichen Einkäufer viermal erfolgreich.

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Quelle: Thiele

Northeim. Einige der Betriebe wurden aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung überprüft, „die sind sehr wichtig, nur so können Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz gezielt verfolgt werden“, sagt Vanessa Henkelmann von Fachbereich Sicherheit und Ordnung des Landkreises Northeim.

Auch Thomas Sindram, Beauftragter für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Northeim/Osterode appelliert an die Bürger, die Augen offen zu halten und etwaige Verstöße zu melden.

Besonders sorglos sei das Personal in den beanstandeten Verkaufsstellen hinsichtlich des Verkaufs von Tabakwaren, registrierten die Testkäufer. Eine Verkäuferin habe bestätigt, dass sie „bei Alkohol genauer hingesehen hätte als bei den verkauften Zigaretten“.

Dabei, so der Landkreis, sei der Tabakverkauf an Jugendliche ebenso untersagt wie das Rauchen in der Öffentlichkeit. „Es gelten somit vergleichbare Bestimmungen wie die in Paragraph 9 Absatz 1 des Jugendschutzgesetzes festgelegten Vorgaben für den Verkauf von branntweinhaltigen Getränken.“

Vorbildlich habe sich der Mitarbeiter eines Northeimer Kioskes verhalten, der sich nicht nur den Personalausweis vorzeigen lies und die Herausgabe von Zigaretten verweigerte, sondern die jungen Testkäufer auch noch ermahnte, nicht „mit dem Rauchen und Trinken anzufangen“.

Er sei bei diesem ernsten Thema sensibilisiert, sagte der Mann bei einem späteren Gespräch. Mit den Testkäufen soll genau das erreicht werden: das Verkaufspersonal auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die vier schwarzen Schafe müssen in Folge der Aktion mit Bußgeldern bis zu 3000 Euro rechnen.

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