Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Jugendliche aus Göttingen sammeln Geld für Obdachlose

Superhelden im Pappkarton Jugendliche aus Göttingen sammeln Geld für Obdachlose

Draußen in der Kälte schlafen, einzig mit Schlafsack und Isomatte vor der Witterung geschützt. Für Obdachlose ist das oft Alltag. Jugendliche des CVJM Göttingen sind zum Projekt „Sleep easy“ nach Cheltenham zum YMCA gereist, um diese Erfahrung zu machen und Spenden zu sammeln.

Voriger Artikel
Festwochen am Hainberg-Gymnasium
Nächster Artikel
Kioskscheibe mit Pflasterstein eingeworfen

Die Gruppe des CVJM Göttingen vor ihrer Abreise nach Cheltenham.

Quelle: EF

Göttingen/Cheltenham. Roland Elsas, Geschäftsführer des Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM), ging es dabei aber nicht nur um die Erfahrung. „Wir haben das als Seminar gestaltet“, erklärt er. Zur Vorbereitung erfuhren die Teilnehmer deshalb etwas über den Hintergrund der Aktion und die Tätigkeit der Partnerorganisation YMCA.

Schlafen im Pappkarton

Diese betreibt ein Haus für obdachlose Jugendliche in Cheltenham und organisiert die Aktion „Sleep easy“ jedes Jahr. Aus großen Pappkartons basteln die Teilnehmer sich eine Behausung für die Nacht. Thema dafür waren in diesem Jahr Superhelden. So fanden sich auf den Kartons unter anderem Captain America, Iron Man und co. Der am schönsten gestaltete Karton gewinnt eine Wärmflasche für die Nacht.

Zwar hat sie nicht die Wärmflasche gewonnen, aber Franziska Koch fand die Nacht trotzdem „gar nicht so kalt“. Sie ist sich sicher: „Das ist eine Erfahrung fürs Leben.“ In Bezug auf die Situation der Obdachlosen sagt die Göttingerin: „Ich möchte nicht in deren Haut stecken. Man hört jedes kleinste Geräusch, und es ist auch nicht wirklich bequem“. Besonders gefallen habe ihr auch das Program zur Vorbereitung auf die Aktion.

Ideen für Göttingen

Vor allem ging es aber auch darum, Spenden für das Haus des YMCA zu sammeln. „Jeder erklärt sich bereit, so viele Spenden wie möglich zu sammeln“, sagt Elsas. Eine Situation wie die von den Jugendlichen nachempfundene sei für die Obdachlosen schwierig: „Man kann sein Leben so gar nicht auf die Reihe kriegen“, ist Elsas überzeugt.

Die jungen Ehrenamtlichen sollten diese Erfahrung selbst machen. Davon ausgehend wollen die Teilnehmer nun überlegen, welche Charity-Modelle für Göttingen in Frage kommen könnten. Zur Nachbereitung soll es auch einen Auswertungstag geben. Um zu helfen, würde die 15-Jährige Franziska wieder teilnehmen, „auch, wenn es nicht bequem war“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“