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Junge Liberale kritisieren Stadtjugendring

Abgesagte Podiumsdiskussion Junge Liberale kritisieren Stadtjugendring

Die Absage einer Podiumsdiskussion des Stadtjugendrings sorgt für Knatsch: Eigentlich sollte mit Nachwuchspolitikern über die Kommunalwahl gesprochen werden - dass die Veranstaltung ausfällt, erbost vor allem die Jungen Liberalen.

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Quelle: GT

Göttingen. Niklas Kelting vom FDP-Nachwuchs ärgert sich über die abgesagte Veranstaltung, schließlich wäre die öffentliche Podiumsdiskussion für Jugendliche „der perfekte Anlass“ gewesen, sich über die Parteien zur Kommunalwahl informieren. Angesichts der Fördergelder für den Stadtjugendring (SJR) erwarte er, dass dieser „das Steuergeld in Form von eigenen Anstrengungen und Aktionen zurückzahlt“, so der Nachwuchspolitiker weiter.

Zu wenig Unterstützung

Beim SJR herrscht über die Dienstleistungsmentalität der Nachwuchspolitiker Unverständnis: Bei der Veranstaltung habe angesichts des knappen Personals beim SJR gegolten: „Das steht und fällt mit der Unterstützung der Jugendverbände der Parteien“, sagte Referentin Astrid Schmidt. Mit einer Festangestellten und zwei Minijobbern sei der SJR nicht in der Lage, neben dem Organisatorischen auch das Verteilen der Werbung zu übernehmen. Dafür sei man auf das Engagement der Nachwuchspolitiker angewiesen - diese hätten aber lediglich als Diskussionsteilnehmer mitwirken wollen, erklärte Schmidt weiter.

Stadtjugendring Göttingen

Der Stadtjugendring ist ein Zusammenschluss von Göttinger Jugendverbänden. Unter anderem vertritt der Verein die Interessen Jugendlicher gegenüber der Politik, unterstützt Jugendliche bei ehrenamtlichem Engagement und hilft mit Jugendlichen tätigen Verbänden.

Das Kelting behauptet, der SJR habe zum wiederholten Male eine jugendpolitische Veranstaltung ausfallen lassen, kann Schmidt ebenfalls nicht nachvollziehen. Sie verweist auf die Veranstaltung „Jugend in Aktion“ im vergangenen Frühjahr. „Wir vernachlässigen die politische Bildung nicht“, findet Schmidt deshalb. Stattdessen hätte sie sich gewünscht, dass die jungen Liberalen ein ohnehin geplantes Treffen zu dem Thema abgewartet hätten.

Von Christoph Höland

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