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Junge Union kritisiert Göttinger-Sieben-Denkmal

Selbst verewigt Junge Union kritisiert Göttinger-Sieben-Denkmal

Die Junge Union (JU) in Göttingen lehnt das geplante Denkmal für die Göttinger Sieben vor dem Bahnhof in seiner jetzigen Form ab. „Wegen verschleierter Kosten und dem narzisstischen Auftreten der Künstler“, heißt es in einer Mitteilung.  „Wenn man genau hinschaut, stellt man schnell fest, dass das scheinbar geschenkte Monument nicht umsonst ist, sondern in der Tat Folge- und Nebenkosten verursacht“, sagte  der JU-Vorsitzende Dominic Steneberg.

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Stellprobe für das Göttinger-Sieben-Denkmal im Jahr 2014.

Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Hierzu zählten städtische Ausgaben für das Ausheben des Fundamentes für den leeren Sockel sowie die fortlaufende Reinigung.

Ende April hatte Verwaltungssprecher Detlef Johannson die Kosten für das Fundament, die die Stadt Göttingen trägt, auf einen „unteren vierstelligen Bereich“ beziffert. Genauere Zahlen konnte er nicht nennen. Die  Unterhaltung des neuen Denkmals soll aus dem Haushaltsposten für Kunstwerke im öffentlichen Raum bestritten werden. Dafür stünden jährlich insgesamt 10 000 Euro zur Verfügung. „Die müssen auch für den Neuzugang auf dem Bahnhofsvorplatz reichen“, sagte Johannson.

Noch „erschreckender“ als die Kosten ist für die JU „die Selbstverewigung“ der Künstlerin. „Die Stadtverwaltung sollte sich überlegen, ob man Christiane Möbus nur wegen eines geschenkten Denkmales im Schlepptau eine solche Plattform bieten möchte. Es darf nicht nur deswegen installiert werden, weil die Anschaffungskosten teilweise durch bedeutende Geldgeber aus Südniedersachen finanziert werden, denen man nicht durch Ablehnung auf die Füße treten will“, argumentierte die JU. „Die beispiellose Selbstinszenierung, den eigenen Namen auf eine Stufe mit den bedeutenden gesellschaftlichen Vorreitern in Sachen Freiheit und Demokratie zu stellen, ist schlichtweg anmaßend“, so der JU-Geschäftsführer Lauritz Kawe. Für den Kunsthistoriker Philip Ursprung, der im Auftrag der Denkmalstifter eine Expertise zu dem Möbus-Werk angefertigt hat, ist der Name der Künstlerin neben denen der Göttinger Sieben, der „Schlüssel“ zu dem Werk.

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