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„Juweel“ wird jetzt auch im Landkreis Göttingen abgewickelt

Schrecken mit Ende „Juweel“ wird jetzt auch im Landkreis Göttingen abgewickelt

Was als Schrecken ohne Ende erschien, hat einen Abschluss. Im Landkreis wird das Thema Juweel abgeschlossen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die Göttinger Juweel gGmbH, ein gemeinnütziger Betrieb vor allem zur Wiederverwertung von Wertstoffen im Abfall, war 2003 in die Pleite gerutscht. Das betraf auch den Landkreis, der neun Prozent Juweel-Gesellschaftsanteile hielt. Den Rest hielt die Stadt.

Die Abwicklung der Gesellschaft zog sich hin. Erst jetzt kann ein Schlussstrich gezogen werden, weil im Insolvenzverfahren noch über die Zurechnung von Lebensversicherungen für den früheren Juweel-Geschäftsführer gestritten wurde. Die entsprechenden Gerichtsverfahren kamen zum Abschluss.

Zuvor hatte es weitere Gerichts- und Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen vermeintlich falsch abgerechneter Überstunden und über die Rückzahlung von Zuschüssen, gegeben. Außerdem waren nach so langer Zeit nicht alle Unterlagen auffindbar, das Rechnungsprüfungsamt monierte das Fehlen von Belegen. All diese Probleme sind nun soweit klargezogen, dass die bislang nur vorläufig vorliegende Liquidationsbilanz, erstellt 2014, endgültig umgesetzt werden kann.

Überraschung dabei: Der Landkreis bekommt aus der Juweel-Pleite sogar etwas heraus, rechnete Liquidator Gerrit Schmidt vor. Aber nicht viel: nur 414,75 Euro. Dennoch ist Schmidt über den Abschluss mehr als erleichtert: „Zu Beginn“, erklärte der Liquidator im Wirtschaftsausschuss des Landkreises, „dachte ich, das ist eine Sache von drei Monaten. Daraus sind elf Jahre geworden.“

Ebenso froh wie Schmidt waren die Ausschussmitglieder: Wohl auch unter dem Eindruck früherer aufreibender Debatten über die Juweel-Misere stimmten sie der endgültigen Abwicklung des Pleite-Unternehmens einstimmig zu. Der gleiche Prozess steht derzeit bei der Stadt Göttingen ab. Die bekommt immerhin noch 4147,47 Euro heraus.

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