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Kakerlakenbefall in Göttinger Ruhstrathöhe breitet sich aus

Stein gegen Kakerlaken Kakerlakenbefall in Göttinger Ruhstrathöhe breitet sich aus

Der Kakerlakenbefall in der Ruhstrathöhe breitet sich aus. Mittlerweile sind offenbar nicht mehr nur die unmittelbar an die Problemwohnanlage 16/20 gelegenen Häuser betroffen.

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Immer noch lagert am Haus Ruhstrathöhe massenhaft Müll – und auch auf einigen Balkonen.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Mittlerweile, sagen die Bewohner von zwei unterhalb der Wohnanlage gelegenen Häusern, laufen die Schädlinge am helllichten Tag über die Wiese zwischen den Gebäuden. Deutlich schlimmer als in den Jahren zuvor sei der Befall im Frühjahr dieses Jahres geworden, sagt ein Hausbesitzer. Noch einen weiteren Schub gab es, als vor etwa einer Woche ein großer Müllhaufen an der Wohnanlage weggeräumt wurde.

Keiner von den betroffenen Bewohnern in der Ruhstrathöhe möchte seinen Namen in der Zeitung lesen: Zu groß ist die Befürchtung, dass die Kakerlakennähe im sozialen Umfeld bekannt wird und Bedenken, die Schädlinge könnten weitergetragen werden, greifen. Unterdessen müssen die Bewohner teils teure Maßnahmen ergreifen, um ihre Räume kakerlakenfrei zu halten: Ein Paar hat bereits einen vierstelligen Betrag für einen professionellen Schädlingsbekämpfungsdienst ausgegeben. In einem Haus musste ein Badezimmer im Tiefgeschoss komplett mit Silikon abgedichtet werden.

Lüften geht seitdem nicht mehr. In einem der Gebäude wird zurzeit eine Einliegerwohnung renoviert. Die Bauarbeiter haben Mühe, ein Eindringen der Schaben ins Haus zu verhindern. „Die rennen hier einfach herum“, meint einer der Arbeiter. Täglich erschlage er anrückende Kakerlaken mit einem griffbereit gehaltenen Stein.
Von der Stadtverwaltung fühlten sie sich lange Zeit im Stich gelassen, sagt ein anderer Hausbesitzer. Jetzt aber habe ihm ein Mitarbeiter der Stadt bedeutet, dass die Verwaltung die zustände nicht länger tolerieren werde: „Wir gehen davon aus, dass jetzt was passiert.“

Das hoffen die Anwohner um so inständiger, als sie befürchten, dass die Kakerlaken sich mittlerweile im Haus gegenüber der Straße ausgebreitet haben. Dort soll bereits eine Dachwohnung befallen sein.
Der Schädlingsbekämpfungsdienst, sagt einer der Hausbesitzer, habe dringend geraten, alle betroffenen Häuser gleichzeitig zu behandeln und nicht nacheinander: „Sonst sind die Biester ganz schnell wieder da.“ Und: Müll an der Problemwohnanlage gibt es immer noch genug.

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