Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Kampft gegen den Untergang

Apex Kampft gegen den Untergang

Gedrückte Stimmung und lange Gesichter beim Apex-Vorstand und bei den Mitgliedern: Der Göttinger Kultureinrichtung in der Burgstraße fehlen pro Jahr bis zu 25000 Euro, um „ein attraktives und differenziertes Kulturangebot zu vermitteln und eine betriebswirtschaftliche verantwortbare Gastronomie anzubieten“. 

Voriger Artikel
Ersatzbär für Jurastudentin aus Australien
Nächster Artikel
Vogelpirsch im Leinetal

Leeres Apex ohne Gäste: Gibt es bis Juni keine Lösung, die Finanzlücke zu schließen, muss die Einrichtung Insolvenz anmelden.

Quelle: CM

Sollte es dem Vereinsvorstand nicht gelingen, bis Juni ein Konzept erarbeitet zu haben, wie diese Finanzierungslücke zu schleißen ist, hat die Mitgliederversammlung den Vorstand aufgefordert, „umgehend Insolvenz“ zu beantragen (Tageblatt berichtete).

Wie das Geld in der kurzen Zeit eingetrieben werden soll, ist derzeit aber noch unklar: „Intensive Sponsorensuche“ stehe auf dem Programm, sagt der Vorsitzende Gerhard Bodenstein, um so wenigstens für das laufende Jahr über die Runden zu kommen. Im kommenden Jahr, so die Hoffnung der Apex-Mannschaft, könnte dann, wenn denn die Politik mitspielt, eine um 20000 Euro höhere Förderung im städtischen Haushalt eingestellt werden – wie bereits in 2007 und 2008 erfolglos beantragt. Mit dem Geld könnte eine zusätzliche Stelle finanziert werden, die sich in erster Linie um den Kulturbetrieb kümmert. Hier fehle es, so die Ansicht des Apex-Vorstandes, derzeit an Kontinuität, um Veranstaltungen und Ausstellungen zu planen. Derzeit gibt es zwei „zeitlich befristete Kulturarbeiter“ – einen Kurator und eine Stelle aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Neben der Sponsorensuche werde derzeit auch überlegt, die Gastronomie aus den Händen des Vereins zu geben und zu verpachten, sagt Antje Bodenstein. Bisher hatte die Gastronomie den Apex-Kulturbetrieb stets mitfinanziert. Heute, nach Umsatzeinbußen in den vergangenen Jahren um 20 Prozent, sei man aber froh, wenn die Gastronomie überhaupt kostendeckend arbeiten kann.

2008 bekam das Apex knapp 56000 Euro öffentliche Zuschüsse von Stadt (46700 Euro), Landkreis (2300 Euro) und Landschaftsverband (6500 Euro). Allein die Stadt hat nach Angaben der Verwaltung seit 1975 rund 730000 Euro als allgemeine Förderung an das Apex gezahlt, zusätzliche etwa 225000 Euro an Investitionsmitteln. An langfristigen Verbindlichkeiten aus Baukosten, Altdarlehen und Investitionen in die Gastronomie lasten rund im Moment 129000 Euro auf dem Verein.

Hilfe für das Apex fordert inzwischen die CDU-Ratsfraktion. Ihr kulturpolitischer Sprecher, Wilhelm Gerhardy, kündigt Gespräche seiner Fraktion mit mit „allen“ Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, möglichen Sponsoren und dem Vorstand an, „um diese einmalige Kulturadresse für Göttingen“ zu erhalten.

Von Michael Brakemeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Martin Sonneborn in Göttingen

Martin Sonneborn in Göttingen - Antrag zur Namensänderung von Göttingen