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Rückbildung mit Baby absolvieren

Flashmob in Göttingen Rückbildung mit Baby absolvieren

Rückbildungsgymnastik mit Kind - das ist das Prinzip von Kanga. Einen Flashmob, um auf die Methode hinzuweisen, organisiert die Göttingerin Janina Lange zu Donnerstag, 16. Juni.

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Beim Kangatraining kann das Baby währen der Übungen bei der Mutter sein und muss nicht abgelegt werden.

Quelle: Wölk

Göttingen. Nach der Geburt eines Kindes besuchen junge Mütter oftmals einen Rückbildungskurs. So hat es auch die Göttingerin Janina Lange getan, doch ihre Tochter wollte sich während des Kurses nicht ablegen lassen. Deshalb hat sie ihre Hebamme nach einer Alternative gefragt. Die Hebamme berichtete ihr vom Kanga-Training, das es aber nicht in Göttingen gebe. Beim Kangatraining trainieren die Frauen anders als in normalen Rückbildungskursen mit ihrem Baby, das sie in einer Trage am Körper haben.

Die Ausbildung zur Kangatrainerin erfolgt derzeit auch nur in Wien, doch da sie ihrer Tochter die weite Reise ersparen wollte, wartete Lange noch ab, bis ihre Tochter, die jetzt zwei Jahre alt ist, etwas größer war, bevor sie mit der Ausbildung begann. "Ich finde es wichtig, den Müttern auch eine Alternative anzubieten, bei der die Babys trotz der Übungen Körperkontakt zu ihnen haben", erklärt Lange. Die Ausbildung bestehe aus einem fünftägigen Aufenthalt in Wien, bei dem die Absolventen die Unterlagen erhalten und drei Prüfungsteilen. "Es gibt einen theoretischen Teil, eine Trageprüfung und einen Stundenpräsentation", berichtet Lange.

Seit einem halben Jahr bietet sie jetzt in Göttingen in der Tanzschule Rynkar Kurse an. Pro Kurs können maximal 15 Frauen teilnehmen. "Derzeit sind es drei Kangakurse, einmal drinnen, einmal draußen und einmal gehen wir beim Training Wege ab. Zudem gebe ich auch noch einen Prekanga-Kurs für Schwangere", sagt die Kangatrainerin.

In dem Kursen, die eine Stunde dauern und über acht Wochen gehen, wird wie in gewöhnlichen Rückbildungskursen auch der Beckenboden trainiert, doch seien Kangakurse nicht nur für Mütter mit Babys, sondern auch mit Kleinkindern geeignet. "Meine eigene Tochter trage ich während der Stunde auf dem Rücken", so Lange. Für Erstgebärende könne es aber hilfreich sein zunächst einen Rückbildungskurs zu machen, bevor sie mit Kanga beginnen. Lange ist nicht nur Kangatrainerin, sondern auch Trageberaterin, denn es sei wichtig, dass die Babys richtig in den jeweiligen Tragen sätzen.

Am Donnerstag, 16. Juni, beteiligt sich Janina Lange am europaweiten Kangaflashmob. Von 16 Uhr bis 16.30 Uhr werden Lange und ihre Kursteilnehmerinnen am Gänseliesel ihre Choreografie vortanzen. Diese ist europaweit gleich und wird derzeit in den Kursen eingeübt. Insgesamt soll es vier Tänze geben. Die Spenden des Göttinger Flashmobs sollen für das Elternhaus Göttingen sein, darauf haben sich die Teilnehmerinnen geeinigt. "Wir sind gespannt, wie den Stadtbesuchern unser Auftritt gefallen wird", so Lange.

Von Vera Wölk

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