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Kartenlesegeräte für Revierförstereien

Bargeldloser Brennholzkauf Kartenlesegeräte für Revierförstereien

Wenn Jörg Meinshausen früher seine Brennholzrechnungen bei den Niedersächsischen Landesforsten begleichen wollte, brachte er das Geld abgezählt mit in den Wald. Diese Zeiten sind jetzt vorbei.

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Wie im Supermarkt: Jörg Meinshausen bezahlt bei Thomas Düker (links) mit der EC-Karte das selbst verarbeitete Brennholz.

Quelle: Hinzmann

Moringen. Künftig kassieren Thomas Düker, Revierleiter Fredelsloh im Forstamt Dassel, und seine Kollegen wie an der Supermarktkasse bargeldlos. Die Landesforsten haben begonnen, ihre Reviere mit EC-Cash-Geräten auszustatten.

Meinshausen und seine Söhne gehören zu Dükers Stammkunden. Alljährlich holen sie nach Arbeitseinsätzen rund 60 Raummeter für den eigenen Bedarf vom Moringer Hagenberg. Weil sie vom Fällen bis zum Transport jeden Arbeitsschritt selbst erledigen, zahlen sie rund 20 Euro je Raummeter. Vom Harvester geerntetes und an den Wegrand geschlepptes Holz kostet 36 Euro, „dazu kommt noch die Mehrwertsteuer“, sagt der Revierleiter.

Rund 1400 Raummeter Brennholz verkauft Düker jährlich in seinem Revier. In früheren Jahren nahm er vor allem an den Wochenenden größere Geldsummen von bis zu 20 Kunden entgegen. Zur Bank bringen konnte er die Einnahmen jedoch erst am Wochenbeginn. Neben einer gewissen Besorgnis „über das viele Bargeld zu Hause“ war auch das Einzahlen teils mit Aufwand verbunden. „In Ortschaften ohne Nord LB musste man zur Postbank gehen – und das mehrere Tage hintereinander, weil dort nur Einzahlungen von maximal 1000 Euro am Tag möglich sind“.

95 Kartenlesegeräte haben die Landesforsten jetzt in ganz Niedersachsen im Einsatz. In der Region wird bislang in sechs Dasseler und vier Reinhäuser Forstrevieren elektronisch abgerechnet. „Das macht es für die Forstmitarbeiter und auch für die Kunden einfacher“, sagt Michael Rudolph, Sprecher der Landesforsten. Schließlich erspare das Verfahren auch den Holzkäufern den Weg zur Bank. Auch andere Forstdienstleistungen wie der Kauf von Wildbret können mit der Karte bezahlt werden. Bargeldzahlung, so Rudolph, sei jedoch nach wie vor möglich, „es gibt Kunden, die möchten nicht umstellen“.

Jörg Meinshausen zückt jedenfalls an diesem Tag gern seine EC-Karte für rund zehn Festmeter schönes Brennholz, „so muss ich das Geld nicht in der Tasche in den Wald tragen“.

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