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Kathi Kahrstedt spendet 3000 Euro an Göttinger Pflegedienst Kimbu

„Stolz und glücklich“ Kathi Kahrstedt spendet 3000 Euro an Göttinger Pflegedienst Kimbu

Kathi Kahrstedt hat ihre Mission „Kathi geht“ endgültig beendet: Gestern überreichte die Teilquerschnittsgelähmte der „Häuslichen Kinderkrankenpflege Göttingen Kimbu“ einen Scheck über 3000 Euro.

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3 000 Euro für Kimbu: Obere Reihe v.l.: Kerstin Mollenhauer, Kathi Kahrstedt, Otfried Gericke; untere Reihe v.l.: Angela Sabisch, Angelika Gotthardt, Maskottchen Kalle, Rebecca Müller.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Summe war übergeblieben, nachdem die 37-Jährige sich von dem Spendengeld, das bei ihrer sechswöchigen Umrundung Göttingens zusammengekommen war, eine Orthese gekauft hatte.

„Ich wollte das Geld einer Organisation spenden, die es wirklich verdient hat, die hier in der Region wirkt und trotzdem vergleichsweise unbekannt ist“, erläuterte Kahrstedt. Kimbu-Geschäftsführerin Kerstin Mollenhauer weiß auch bereits, wofür die 3000 Euro verwendet werden: „Sie werden uns helfen, die Stelle von Angela Sabisch zu finanzieren, die Familien in einer Intensität berät, die andere Stellen nicht leisten können.“

„Stolz und glücklich“ sei sie, sagte Kahrstedt nach der Scheckübergabe. Aber auch erleichtert – denn in den vergangenen Wochen hätten immer wieder Menschen daran gezweifelt, dass sie das Rest-Geld wirklich spenden würde, sogar behauptet, dass sie es benutzen würde, um in den Urlaub zu fahren: „Einer hat mich sogar per Facebook dazu aufgefordert, ihn mitzunehmen“, berichtet die ehemalige Gastro-Betriebsleiterin kopfschüttelnd. So etwas kränke sie, mache sie betroffen, und manchmal sei sie auch einfach nur „stinksauer“. Zumal sie auch gar nicht an das Geld herangekommen wäre: Es lag nämlich auf einem Treuhandkonto, auf das ausschließlich der Rechtsanwalt Markus Thiele Zugriff hatte. Und immer noch hat: Denn das Konto besteht fort.

Kahrstedt hat auf ihrem großen Marsch übrigens die Natur entdeckt. Sie wandert weiterhin regelmäßig – vor kurzem waren es zehn Kilometer durch den Harz, bei mehr als 30 Grad im Schatten. Kein Problem, betont die geborene Brandenburgerin, denn: „Mein Marsch hat mich richtig fit gemacht.“ 

Von Hauke Rudolph

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