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Katze findet auf wundersame Weise zurück nach Sattenhausen

Wissenschaftler verblüfft Katze findet auf wundersame Weise zurück nach Sattenhausen

Groß waren Schmerz und Trauer, als Stefanie Zippert erfuhr, dass ihre Katze Polly spurlos verschwunden war. Doch völlig überraschend fand die Geschichte ein gutes Ende. Dass die Hauskatze selbständig den Weg zurück nach Hause fand, lässt sogar Wissenschaftler staunen.

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Wieder glücklich vereint: Stefanie Zippert mit ihrer zurückgekehrten Polly.

Quelle: Hinzmann

Sattenhasen/Elliehausen. Weil sie am nächsten Tag in den Urlaub fahren wollte, hatte Stefanie Zippert aus Sattenhausen ihre Polly zu einer Freundin nach Elliehausen gefahren. Einen Tag später, an einem Dienstag, setzte sich die 26-Jährige ins Flugzeug, wähnte ihre Katze in guter Obhut.

Das war sie auch. Allerdings nur bis zum darauf folgenden Sonnabend. Dann verschwand sie spurlos aus ihrem vorübergehenden Zuhause. Groß daher die Trauer, als Stefanie Zippert drei Tage später zurückkehrte und erfahren musste, dass Polly weg war.

Immer wieder fuhr die Katzenbesitzerin nach Elliehausen, rief nach ihrer Katze. Ohne jeden Erfolg. Jeden Tag, sagt Stefanies Großmutter Isolde Zippert, hätten sie an Polly gedacht und darüber gegrübelt, wo sie wohl geblieben sein könnte. Langsam, sagt Isolde Zippert, schwand die Hoffnung.

Drei Wochen später: Gegen 2.30 Uhr kommt Katzenbesitzerin Stefanie, die als Gastronomin regelmäßig bis tief in die Nacht arbeitet, nach Hause. Als sie mit ihrem Wagen auf den Hof rollt, sieht sie noch etwas Weißes weghuschen. Sie holt sich eine Taschenlampe und ruft nach Polly. Sehr vorsichtig, erinnert sich Stefanie Zippert, wagte sich Polly hervor. Nur ein wenig abgemagert sei sie gewesen.

Strecke von mindestens 25 Kilometern

Am nächsten Tag wird der überglücklichen Katzenbesitzerin klar, was geschehen sein muss. Nicht nur muss Polly über eine Strecke von mindestens 25 Kilometern ihren Weg selbstständig nach Hause gefunden haben, sondern dazu auch noch mehrere vielbefahrene Straßen überquert haben, darunter die Autobahn und möglicherweise mitten durchs Göttinger Stadtgebiet. Das verwundert auch Antal Festetics, Wildtierbiologe an der Universität Göttingen.

Er kenne nur ein einziges vergleichbares Beispiel, sagt der bekennende Katzenfan. Zwar könnten Katzen ihren Weg zurück nach Hause finden anhand von Duftspuren, die sie mit ihren Analdrüsen gesetzt haben, aber: „Wenn das Tier mit dem Auto transportiert wurde, funktioniert das natürlich nicht.“ Einen anderen Orientierungssinn über derartige Strecken hätten Katzen nicht.

„Manchmal muss die Wissenschaft einräumen, wir wissen es nicht.“ Die Polly-Geschichte sei auch ihm „ein wunderbares Rätsel.“ Einzige Möglichkeit laut Festetics: „Versuch und Irrtum. Die Katze streift probeweise durch die Umgebung, bis sie irgendetwas findet, was ihr bekannt vorkommt.“

Für Festetics sind Katzen denn auch „ein Prachtstück der Evolution“. Allerdings, sagt Stefanie Zippert, ist Polly immer noch nicht ganz die Alte. Früher sei sie erstaunlich gut trainiert gewesen, habe nach Aufruf Sitz gemacht und Pfötchen gegeben. Jetzt sei sie scheu und schnell verängstigt, obwohl sich das langsam bessere. „Polly“, meint die Katzenbesitzerin, muss ganz schön was durchgemacht haben.“

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