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Kauf-Park Göttingen versteigert für "Keiner soll einsam sein"

Schnäppchen für den guten Zweck Kauf-Park Göttingen versteigert für "Keiner soll einsam sein"

"Ist ja für'n guten Zweck", sagt Auktionator Stefan Sauerland. Gerade hat er einen Euro übersprungen, statt elf, hat er zwölf aufgerufen. Doch gleich findet sich jemand, der 13, 14, 15 Euro bietet. 216 Gegenstände von der Schnabeltasse bis zum Mittelklasseauto kommen bei ihm und Kollegen Marcel Deppe an diesem Sonnabend, 2. Mai, unter den Hammer. Bis mindestens 19 Uhr noch wird im Kauf-Park in Grone versteigert.

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Auktion für „Keiner soll einsam sein“ mit Centermanager Andreas Gruber und Auktionatoren  Stefan Sauerland und Oliver Hesse (v.r.).

Quelle: Heller

Göttingen. Und es geht tatsächlich um Schnäppchen: Das Gros der Waren haben  mehr als 40 Unternehmen zum Versteigern zur Verfügung gestellt. Sie unterstützen damit die Tageblatt-Aktion "Keiner soll einsam sein".

Das Meiste wird mit einem Erstgebot von einem Euro gestartet. Dann wird geboten - und tatsächlich viele greifen zu, heben die Hand, erhöhen um jeweils einen Euro. Am Ende ersteigern sie ein echtes Schnäppchen, etwa die zwei Ehrenkarten für die Gandersheimer Domfestspiele, die für 70 Euro Höchstgebot weggehen und fast das Doppelte wert sind, oder auch die Picknickdecke, die viele haben wollen, und die am Ende deutlich mehr bringt als eingeplant.

Aber es ist ja für die gute Sache. Da freut sich auch Papa, wenn der achtjährige Justin gleich von zehn auf 13 Euro springt, um den Fußball zu ersteigern, der so schön zu seinen gelben Fußballschuhen passt. Mit Papa ist der junge Mittelfeldspieler aus Hannover zur Oma gekommen und wollte für sein Taschengeld bei Intersport ohnehin einen Ball kaufen. Nun hat er ihn und strahlt übers ganze Gesicht.

"Ist der Rasenmäher schon dran gewesen?", fragt ein Mittfünfziger dazwischen. Nein, der kommt noch. 20 Minuten später ersteigert er  den Benzin-Mäher für 300 Euro - 399 ist er wert. Nur die Autos und Waschmaschinen, für die es Mindestgebote von rund 80 Prozent des Verkaufspreises gibt, gehen nicht auf Anhieb weg. Wer gibt schon mal eben nebenbei 14000 Euro für einen Neuwagen aus, selbst wenn der fast 20000 kostet?

Wer aber den Katalog gut studiert, findet ein Schnäppchen. Der Erlös, also jene Differenz, die zwischen Startpreis (meist ein Euro) und erzieltem Auktionspreis liegt, geht an die gute Sache. Wie viel das ist, steht erst nach dem letzten Hammerschlag des Auktionators am Sonnabendabend fest.  

6000 Euro Reinerlös für Aktion

6000 Euro Reinerlös sind nach Abzug der Steuern für die Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ übrig geblieben. Von den 261 zur Versteigerung stehenden Artikeln wurden 149 versteigert.

Für den Rest, vor allem die sehr hochpreisigen Waren,  fanden sich keine Bieter zum Mindestgebot. Hinzu kamen 341 Artikel, die gegen eine Spende vergeben wurden. Der Umsatz belief sich auf 18 766 Euro.

Während der mehr als sechsstündigen Auktionszeit wurden insgesamt fast 10 000 Gebote abgegeben. Nach Kauf-Park-Angaben waren rund 1000 Besucher nur wegen der Auktion gekommen.

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