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Kein Bypass für Groß Schneen, sondern Sanierung im Dorf und Teilentlastung

Verband leitet das Regenwasser um Kein Bypass für Groß Schneen, sondern Sanierung im Dorf und Teilentlastung

Nach Jahre währendem Steit um die Lösung von Problemen mit dem Schmutzwasser im Groß Schneer Unterdorf hat der Wasserverband Leine Süd in seiner Verbandsausschusssitzung nun Investitionen beschlossen: Zunächst werden die Regenwasserkanäle in den Straßen Teichstraße, Gänseanger und Kampweg saniert.

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Bohrungen bei Groß Schneen: Ein neuer Brunnen soll einen der sanierungsbedürftigen Friedländer Brunnen ersetzen.

Quelle: Vetter

Groß Schneen. In diesen Bereichen hatten die Kanal-Untersuchungen erhebliche Probleme festgestellt, so dass die Sanierung auch rechtlich verpflichtend ist. 430000 Euro, so der Verbandsvorsitzende Andreas Friedrichs, der zugleich Friedlands Gemeindebürgermeister ist, müssen hier investiert werden.

Außerdem soll, wenn die Straße schon aufgerissen werden muss, zumindest in der Teichstraße auch der Schmutzwasserkanal und die Wasserleitung erneuert werden. Das werde voraussichtlich noch einmal 450000 Euro kosten. Diese Summen sind umlagepflichtig, sie müssen also anteilmäßig von den Anwohnern mit bezahlt werden. Über die Bauarbeiten, den Ablauf und die zu erwartenden Umlage-Kosten, die voraussichtlich ende 2017 berechnet werden, werde die Verwaltung Grundstückseigentümer noch rechtzeitig informieren, sagt Friedrichs.

Parallel zu diesen Bauarbeiten sollen auch Falschanschlüsse der Regenwasserentsorgung an das Schmutzwasser beseitigt werden. Schon jetzt hat der Verband begonnen, durch Benebelung der Leitungen nach Fehlanschlüssen zu suchen und Hauseigentümer zu verpflichten, die Anschlüsse korrekt zu verlegen. Das Wegfallen der Falschanschlüsse dürfte den problematischen Schmutzwasserknal in der Michaelisstraße entlasten.

Die billigste und doch effektive Lösung

Ursprünglich hatte das ein so genannter Bypass schaffen sollen, der 458000 Euro gekostet und 38 Prozent des Abwassers aufgenommen hätte. Alternativ hätte auch ein Umbau am Helmstor Entlasstung geschaffen. Für 657000 Euro hätte eine Umkehr der Fließrichtung hier rund sechs Prozent des Schmutzwassers in andere Richtung abgeführt.

Der Verband entschied sich letztlich für die billigste (213000 Euro) und doch effektive (20 Prozent Entlastung) Lösung: In der Ludolfshäuser Straße in Höhe des Fußweges zum Großen Bruch wird ein Querkanal gebaut, der alle oberhalb liegenen Gebiete in Richtung Norden und dann zum Graben an der B 27 entwässert. Auch das werde die Probleme in der Michaelisstraße entschärfen.

Schließlich läuft die Suche des Verbandes nach einem neuen Trinkwasserbrunnen südöstlich von Groß Schneen weiter. Gerade wird eine neue Bohrung niedergebracht. Ein neuer Brunnen soll einen der sanierungsbedürftigen Freidländer Brunnen ersetzen und zugleich die Versorgung auch der nördlichen Gemeindeteile (Niedernjea, Balenhausen, Stockhausen) nach Bau einer neuen Wasserleitung von Groß Schneen nach Ballenhausen gewährleisten.

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