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Kein Kampfhund unter Gefahr-Hunden in Göttingen

Veterinäramt kontrolliert Halter mit Auflagen, aber späht sie nicht heimlich aus wie in Hannover Kein Kampfhund unter Gefahr-Hunden in Göttingen

Die Dame vom Veterinäramt liegt auf der Lauer, notiert aus dem Versteck heraus, wann Herrchen mit Hund Gasi geht, und ob der als gefährlich eingestufte Vierbeiner auch den angeordneten Maulkorb trägt. So läuft das in der Region Hannover.

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Nylonmaulschlaufen sind als Maulkorb nicht geeignet, denn der Hund kann damit weder hecheln noch trinken.

Quelle: Arno Burgi

Göttingen. Das wurde gerade in einem Bußgeld-Prozess am Amtsgericht Hannover bekannt. In Göttingen läuft es anders: Besuche und Kontrollen ja, Ausspähen nein, sagt Andrea Riedel-Elsner, Sprecherin der Kreisverwaltung.

Dabei gibt es auch in Südniedersachsen Hunde, die von den Behörden als gefährlich eingestuft wurden und deren Haltern Auflagen erteilt wurden, nachdem ihre Pfleglinge einen angeordneten Wesenstest nicht bestanden hatten. Das kann ein Leinenzwang sein, oder auch das Anlegen eines Beißschutzes in der Öffentlichkeit. Halter, die gegen diese Auflage verstoßen, können mit Bußgeldern belegt werden.

Zuständig für die Kontrolle ist in Stadt und Landkreis das Veterinäramt. Das observiert aber nicht, sondern sucht die Halter nur regelmäßig vor Ort auf, spricht mit ihnen und erfragt besondere Vorkommnisse.

Aktuell stehen lediglich drei Hunde im ganzen Kreisgebiet unter Beobachtung beziehungsweise müssen amtlich verhängte Maulkörbe oder Leinen tragen. Wer nun mit den einst als Kampfhund eingestuften Pitbulls oder Mastinos rechnet, der irrt. Keine einzige Kampfhundrasse steht auf der Liste der Hunde, deren Halter bisher vom Landkreis Göttingen Auflagen erhielten, weil sie schon einmal gegenüber Mensch oder Tier zugebissen haben.

Stattdessen galten als gefährlich jeweils ein Boxer, eine Dogge, Airdale-Terrier, Appenzeller Sennenhund und auch ein Chow Chow. Übrigens habe es nach Anordnung der Auflagen in keinem Fall weitere besondere Vorkommnisse mit den überwachten Hunden gegeben, sagt Riedel-Elsner.

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