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Kein Schmerzensgeld wegen Vioxx

Gericht weist Patientenklage ab Kein Schmerzensgeld wegen Vioxx

Das Landgericht Göttingen hat eine Klage eines Patienten abgewiesen, der vom Pharmakonzern Merck eine Entschädigung wegen angeblicher gesundheitlicher Schädigungen durch das Medikament Vioxx erstreiten wollte. Der Patient hatte ein Schmerzensgeld von mindestens 25000 Euro gefordert.

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Das Pharmaunternehmen hatte das Schmerzmittel Vioxx im Herbst 2004 vom Markt genommen, nachdem Studien ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bei Patienten festgestellt hatten, die das Medikament mehr als 18 Monate lang genommen hatten. Daraufhin hatten zehntausende von Patienten den Konzern verklagt.

Bei dem Kläger war eine Koronarsklerose diagnostiziert worden. Dies ist eine Verkalkung der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel versorgen. Das Göttinger Landgericht habe allerdings keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen dieser Erkrankung und der Einnahme des Schmerzmittels feststellen können, sagte ein Gerichtssprecher. Der Kläger habe zwar einmal Vioxx ärztlich verschrieben bekommen. Die Erkrankung der Herzkranzgefäße sei jedoch erst eineinhalb Jahre später diagnostiziert worden.  Darüber hinaus habe er ohne ärztliche Verordnung Schmerztabletten eingenommen, die seine Ehefrau verschrieben bekommen hatte. Dies sei ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch von Medikamenten gewesen.

                                                                                                                               nie

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