Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Kein Zirkusverbot auf dem Schützenplatz

Schützenschüsse harmlos für Zirkustiere Kein Zirkusverbot auf dem Schützenplatz

Auch künftig können auf dem Schützenplatz Zirkustiere untergebracht werden. Der Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten folgte mehrheitlich einer Verwaltungsvorlage. Zuvor hatten die Piraten ein entsprechendes Verbot gefordert, "da die ausgiebigen Schießübungen des Schützenvereins für die Tiere enormen Stress bedeuten".

Voriger Artikel
Krach um Klettern
Nächster Artikel
Gewinner Dürkop Fotowettbewerb steht fest

Auch künftig können auf dem Schützenplatz Zirkustiere untergebracht werden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. "Nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinär- und Verbraucherschutzamt für den Landkreis und die Stadt Göttingen liegen aus tierschutzrechtlicher Sicht für die Unterbringung von Tieren auf dem Göttinger Schützenplatz keine Beanstandungen vor", heißt es in der Begründung der Verwaltung. So hätten die von Zirkusunternehmen gehaltenen Tiere außerhalb der Vorstellungen Ruhezeiten. Während der Vorstellungen sei von keiner zusätzlichen Störung durch den Schießbetrieb auszugehen. Das Veterinär- und Verbraucherschutzamt sehe die Lärmbelastung durch das Schützenhaus als so gering an, dass diese vernachlässigt werden könne.

Die Ausschussmitglieder - die Grünen nach einer kurzen Beratungspause - folgten der Argumentation der Verwaltung. Nur Torsten Wucherpfennig (Antifa Linke) stimmte gegen den Verwaltungsvorschlag. Er sei gegen jede Art von Tierquälerei. Pirat Martin Rieth sprach sich gegen jegliche Form vom Tierhaltung auf dem Schützenplatz aus. Er sah seinen Antrag als Chance, Zirkusse generell auf dem Schützenplatz zu verbieten. Diese Chance sei nun vertan. Brigitte Eiselt (CDU) forderte von Rieth, dass er sich klar werden solle, was er wolle. "Wenn Sie wollen, dass die Zirkusse dort nicht gastieren dürfen, wäre das ein Berufsverbot, und das wollen wir nicht", sagte Eiselt.

Die Piraten hatten in ihrem Antrag argumentiert, dass die "lauten" Schüsse, die in kurzen Frequenzen abgegeben würden, über den ganzen Platz zu hören seien, "und zwar auch noch in mehreren 100 m Entfernung". Zudem kollidiere die Freiheit der Berufsausübung mit der Sorgfaltspflicht der Kommune. "Die Sensibilität der Menschen für die Schutzbedürfnisse der Tiere hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Die Notwendigkeit, Tiere vor Stress zu schützen, wird heute höher eingeschätzt als früher", heißt es in dem Antrag der Piraten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016