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Keine Angst vor dem Tag der Toten

Kinder-Uni zu „Día de los Muertos" in Mexiko Keine Angst vor dem Tag der Toten

Dass ein Totengedenktag auch ein buntes Fest sein kann, haben 13 Kinder am Sonnabend beim Kinder-Uni-Seminar des Ethnologischen Institus zum Tag der Toten in Mexiko gelernt. Dabei bekamen sie einen Eindruck von den Traditionen rund um einen der wichtigsten Feiertage Mexikos.

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Teilnehmer bei der Kinder-Uni

Quelle: SPF

Göttingen. Das Fest zwischen dem 31. Oktober und 2. November und dessen Brauchtümer erklärten die Seminar-Leiterinnen Isabel Pagalies und Berit Gerhards anhand des Kinderbuches „Zuckerguss für Isabel“. Zusätzlich zeigten sie mehrere Bilder einer solchen Totenfeier. „Es ist dann alles ganz bunt dekoriert“, erklärte Pagalies den aufmerksamen Kindern. Zur Traditionellen Dekoration gehören beispielsweise bunte Girlanden, gelb-rote Blumen und Totenschädel aus Zuckerguss. Die jungen Teilnehmer waren begeistert von der farbenfrohen Dekoration und verliehen ihrer Faszination mit Lauten wie „Oh“ und „Ah“ Ausdruck. Besonderen Anklang fanden die Zuckerguss-Schädel, die für einige Kinder „lecker“ aussahen.

Der Glaube besagt, dass die Toten während des Festes zu ihren Angehörigen wiederkehren. Den Weg zu ihren Hinterbliebenen weisen ihnen die bunten Blumen. Das Decken eines bunten Tisches gehört auch zum Brauch. „Man deckt ihn mit allem, was der Tote im Leben gemocht hat, weil man sich freut, dass er wiederkommt“, erzählte Pagalies den Kindern. Ein traditionelles Totenbrot, das „Pan de Muertos“, gebe es auch. Neugierig hörten die Dritt- bis Sechstklässler der Instituts-Mitarbeiterin zu und fragten, ob die Toten wirklich zurückkämen. Pagalies erklärte ihnen: „Vielleicht sieht jeder den Toten für sich oder fühlt ihn im Herzen.“ Wichtig sei, dass es bei diesem Fest nicht um Trauer geht. „Es soll ein fröhlicher Anlass sein, um zu lachen und sich zu freuen.“

Zum Schluss zeigten die beiden Mitarbeiterinnen noch zwei kurze Filme, bemalten Marzipan-Totenschädel und bastelten mit den Kindern zusammen Magnete mit traditionellen Motiven des Festes. Der neunjährigen Hannah hat das Seminar sehr gut gefallen. Sie findet das mexikanische Fest „lustig“. Das Gestalten des Totenschädels habe ihr am meisten Spaß gemacht. „Die Kinder haben Spaß und keine Angst vor dem Tag der Toten“, ist sich Pagalies sicher. Es sei eben auch möglich, „heiter und bunt seiner verstorbenen Liebsten zu gedenken“, zeige das Seminar. Auch sie habe etwas über das Fest dazugelernt, erklärte die Studentin Gerhards. „Es war eine gelungene Veranstaltung und die Kinder haben gut mitgemacht“, sagte sie. aa

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