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Kinder-Ideen für neuen Waldspielplatz

Beteiligungsprojekt Kinder-Ideen für neuen Waldspielplatz

Sie wollen am liebsten alles behalten, was da ist, aber auch ganz viele neue Spielgeräte dazubekommen: von einer Seilbahn über eine Wasserpumpe bis zum Klettergerüst. Etwa 30 Kinder und viele Eltern haben sich jetzt an einer Bürgerrunde der Göttinger Stadtverwaltung für einen neuen Waldspielplatz auf dem Hagenberg beteiligt.

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Bürgerrunde für neuen Waldspielplatz.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Am liebsten schaukelt Narin Al-Nak Schbandie auf dem idyllisch gelegenen Spielplatz am Waldrand hinter einer großen Wiese. Kein Wunder, dass sie zurzeit traurig ist: Die Schaukel-Bretter sind abmontiert, ihre Stützbalken sind morsch. Auch die anderen Geräte auf der mehr als 55 Jahre alten Anlage sind einfach in die Jahre gekommen - trotz regelmäßiger Pflege durch den Hagenberger Bürgerstammtisch. Jetzt will die Stadt 50 000 Euro investieren, um den Waldspielplatz zu erneuern. Dabei will die Verwaltung die etwa 180 Kinder unter zwölf Jahren im direkten Wohnumfeld einbeziehen. Jetzt konnten sie mit ihren Eltern ihre Wünsche vortragen und auf Tafeln schreiben.

Auch dazu hat Narin schon ein Meinung: die Vierjährige wünscht sich eine Seilbahn. Marvin (8) findet „alles toll“ - aber er würde gerne auch in einem Baumhaus spielen. Bei Judith Böhm stehen ein Karussell, ein Klettergerüst und eine „Eierschaukel“ an erster Stelle. Vater Titus Böhm notiert es und erklärt: „Sie meint wohl eine Nestschaukel.“

Eröffnungsfeier

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wird der neu gestaltete Spielplatz Konrad-Adenauer-Straße am Dienstag, 7. Juni, um 16 Uhr mit einer kleinen Feier wieder eröffnet. Ein neu gestalteter Sandspielbereich sowie eine Kletter-Rutsch-Kombination und eine 30 Meter lange Seilbahn bieten neue Spielanreize.

Die Sanierung des Spielplatzes kostete der Verwaltung zufolge rund 50 000 Euro. Zuvor hatten auch in diesem Fall Kinder und Erwachsene in einem Beteiligungsverfahren ihre Wünsche und Vorschläge äußern dürfen. afu

Slackline, Wipp-Tiere, eine Brücke und ein Trampolin gehören zu den vielen weiteren Wünschen. Dass die Tischtennisplatte schief und „immer Wasser in der silbernen Rutsche steht“, gefällt den Kindern gar nicht. Die Eltern bedauern, dass es zu wenig kleine Mülleimer gibt und zu oft Hunde auf dem Spielplatz spielen.

Auch was bleiben soll, konnten die Kinder notieren. Ergebnis: alle Geräte, die zurzeit auf dem 2000 Quadratmeter großen Spielplatz stehen - vor allem die Sechseck-Schaukel. Und sie soll auch bleiben, versprachen Margarete Siebert vom Fachbereich Jugend und Ulrike Voges vom Fachdienst Grünflächen. Sie soll als Sofortmaßnahme so schnell wie möglich repariert werden.

Auf neue Geräte werden die Kinder aber warten müssen. Die Verwaltung will jetzt alle Wünsche sichten und prüfen, „was zu diesem Spielplatz passt und finanzierbar ist“, so Siebert. Bei einem zweiten Treffen nach den Sommerferien könnten die Kinder erneut mitentscheiden - gebaut werde wohl aber erst im nächsten Jahr.

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