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Kinder-Notbetreuung im Kreis Göttingen überwiegend ausgelastet

Kitastreik Kinder-Notbetreuung im Kreis Göttingen überwiegend ausgelastet

Die Streikfront der kommunal Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten wird immer größer. Am Montag waren nach Gewerkschaftsangaben etwa 280 Kita-Erzieher und Sozialarbeiter aus der Kinder- und Jugendhilfe im Raum Göttingen, Northeim und Osterode im Ausstand.

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Kitastreik in Göttingen: Nach einer Spieldemo ist nun für Dienstag ein Flashmob geplant.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Adelebsen/Northeim. Etwa 44 Kindergärten in Trägerschaft der Städte und Gemeinden blieben geschlossen, darunter auch alle acht Einrichtungen der Stadt Northeim und ländliche Kitas wie in Adelebsen und Lödingsen.

Viele der Beschäftigten haben am Montag in Braunschweig gemeinsam mit etwa 800 Streikende aus Niedersachsen für ihre Ziele demonstriert. Sie fordern eine höhere Eingruppierung in den Gehaltsstufen im öffentlichem Dienst und damit eine größere finanzielle Anerkennung ihrer Berufe. Am 8. Mai hatten Gewerkschaften zu einer unbefristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen.

In einigen bestreikten Kitas gibt es durchgehend oder zeitweise eine Notbetreuung. Im Adelebser Ortsteil Lödingsen sei die Nachfrage aber eher gering, sagte Hauptamtsleiter Sascha Reuleke – er selbst habe nur eine Anfrage von betroffenen Eltern bekommen. In Duderstadt gibt es in zwei von drei bestreikten Kindergärten eine Notgruppe, die nach bisherigen Kenntnissen der Stadtverwaltung stark frequentiert ist. Auch in Northeim seien alle Notgruppen weitgehend mit Kindern aus der jeweiligen Einrichtung ausgelastet, erklärte der Sachgebietsleiter Ulrich Holzapfel. Freie Plätze könnten auch von Kinder aus anderen bestreikten Kitas genutzt werden, „das wird aber kaum wahrgenommen“. In Göttingen werden fast alle 13 städtischen Kitas bestreikt, in wenigen davon gab es am Montag eine Notgruppe. „Wir fragen täglich ab, um zu erfahren, ob alle Plätze besetzt sind“, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Sollte das nicht der Fall sein, würden freie Plätze auch an Kinder aus anderen Einrichtungen vergeben, deren Eltern keine eigene Betreuung organisieren können. Überlaufene oder leere Notgruppen gebe es aber nicht.

Am Dienstag setzen die Erzieher und Sozialarbeiter ihre Streikaktionen fort: unter anderem mit Flashmobs in Göttingen, einer Kinder-Eltern-Aktion in Northeim und Info-Aktionen der Sozialen Dienste im Kreis Göttingen an der Mündener Blasiuskirche.

Dieser Beitrag wurde um 19.24 Uhr aktualisiert.

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