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Kinder sammeln für Flüchtlingskinder

Awo-Kinderhaus Kinder sammeln für Flüchtlingskinder

Vier Grundschul-Mädchen haben gebastelt und Popcorn verkauft, um für ihre Freunde aus der Flüchtlingswohnanlage auf den Zietenterrassen Geld zu sammeln. Sie spielen immer freitags miteinander, wenn die Erzieher vom Awo-Kinder- und Jugendhaus am Lönsweg die acht Zieten-Kids in den Hort holen.

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Freitags spielen die Zieten-Kids miteinander im Awo-Kinder- und Jugendhaus.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Johanna und Nora haben auf Eigeninitiative Geld gesammelt und während eines Wochenendes Popcorn und Wasserbomben verkauft. Melina und Celine fanden die Idee super und verkauften im Hort kleine Bastelarbeiten. Auf diesem Weg sind 55 Euro zusammengekommen. Die Mädchen wollen, dass es die Flüchtlingskinder „jetzt auch schön haben“: „Damit ihr Geld habt um etwas zu machen, was wir auch machen können“, erklärte Melina.

„Wir finden es nicht so toll, dass ihr hier keine Spielsachen habt, weil ihr hierhergekommen seid“, sagt Johanna über die Flucht der neuen Freunde und hält den vier Zieten-Kids einen großen rosafarbenen Briefumschlag entgegen. „Und wir möchten dass ihr nach dieser langen Fahrt auch eigene Spielsachen habt“, sagt sie.

Die Kinder haben sich viel mit Flüchtlingen und deren Probleme befasst. Seit drei Monaten spielen sie auf Iniative von Hort-Leiterin Ramona Wielsch miteinander. „Es war ganz toll zu sehen, wie sich die Kinder aufeinander einlassen“, sagt Wielsch. Bei den Mädchen stünden gerade Rollenspiele hoch im Kurs, die Jungs kickerten am liebsten.

Julia Schneeweiß von der Flüchtlingswohnanlage findet es wichtig, dass die Flüchtlingskinder „einen Raum haben, in dem sie nur Kind sein können“, wie sie erklärt. Der sich außerhalb der Wohnanlage befinde, in der auch viele Ängste und Sorgen präsent seien. In den Ferien sollen die neuen Freunde sogar täglich in den Hort zum Spielen kommen, sagt Wielsch.

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