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Kinder üben für „Klasse! Wir singen“ in der Göttinger Lokhalle

Singspaß mit Tante aus Marokko Kinder üben für „Klasse! Wir singen“ in der Göttinger Lokhalle

Es ist das größte Chor-Festival, das es in Göttingen bisher gegeben hat und es wird die erste Runde vor vier Jahren toppen: Mehr als 10 200 Kinder von 95 Schulen in Südniedersachsen werden am kommenden Wochenende an drei Tagen gemeinsam mit Eltern, Großeltern und anderen Besuchern in der Göttinger Lokhalle singen.

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Proben für „Klasse! Wir singen“ in der Heinrich-Grupe-Schule Rosdorf.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Rosdorf. Die meisten Kinder kommen aus Grundschulen, aber auch Siebtklässler aus Förderschulen, Oberschulen und Gymnasien sind dabei. Sechs Wochen lang haben sie sich auf das gestaffelte Liederfest vorbereitet: „Klasse! Wir singen“ ist das Motto einer landesweiten Kampagne mit 145 000 singenden Schülern auf neun Festivals in Niedersachsen und Bremen.

„Hab ’ne Tante in Marokko, und die kommt – hipp hopp, hab ’ne Tante in Marokko und die kommt – hipp hopp.“ Wenn die Klasse 4a der Heinrich-Grupe-Grundschule in Rosdorf das Lied von der „Tante aus Marokko“ singt, singt sie nicht nur: Bei „hipp hopp“ hüpfen die Kinder, den Schluck aus der Flasche untermalen sie nicht nur mit „gluck gluck“. Und wenn das Schwein für den erwarteten Besuch geschlachtet wird, folgt dem gesungenen „krks krks“ mit besonders viel Spaß die eindeutige Handbewegung am Hals. Bewegung und Gesten sind ein wichtiges Element im Projekt „Klasse! Wir singen“. Der Initiator und Braunschweiger Domkantor Gerd-Peter Münden will damit beim Singen üben, mehrere Sinne zu aktivieren und hat mit seinem Team zu allen 16 Projektliedern passende Bewegungen erarbeitet, die die Kinder aber auch mit ihren Lehrer ersetzen können.

Mit „Klasse! Wir singen“ wollen das Land Niedersachsen und Partner aus der Wirtschaft Kindern und ihren Familien zeigen, dass Singen in der Gemeinschaft Spaß macht – auch als Gegenpol zu aktuellen Casting-Shows. Dazu bekommen alle Teilnehmer vorab Liederbücher und CDs mit den Songs. Die Schulen verpflichten sich, vor dem Festival sechs Wochen täglich Singen zu üben.

Und das macht den Rosdorfer Kindern so viel Spaß, dass sie in einer kurzen Probepause in der Aula einfach weiter singen. Janne singt am liebsten das Projektlied „Klasse! Wir singen“ – „das ist irgendwie so fröhlich“, sagt sie. Luis und Pia gehen bei der „Tante aus Marokko“ so richtig mit. „Das ist so lustig“, sagt Luis und Pia ergänzt: „Da kann man so toll mitmachen.“ Natürlich üben die Kinder auch zuhause, „gestern habe ich mit meiner Freundin gesungen“, sagt Jwanna. Bei „Klasse! Wir singen“ stehe der Spaß im Vordergrund, erklärt Musiklehrerin Sarah Gieseler. Und durch die Gesten könnten die Kinder die Texte leichter lernen. Das Repertoire reicht vom Klassiker wie „Bruder Jakob“ bis zu neueren Kinderliedern wie „Hey Pippi Langstrumpf“.

Die Rosdorfer sind am dritten Tag des Festivals dran. Dann sind auch ihre Eltern und Großeltern gefragt: Sie sollen nicht nur das Publikum bilden, sondern mitsingen.

Acht Chor-Konzerte an drei Tagen
„Klasse! Wir singen“ bringt mehr als 10 000 singende Kinder an drei Tagen in der Göttinger Lokhalle zusammen. Ihre acht Konzerte in verschiedener Besetzung beginnen am Freitag, 27. März, um 16.30 Uhr und 19 Uhr; am Sonnabend um 11 Uhr, 14.30 Uhr und 18 Uhr; am Sonntag um 11 Uhr, 14.30 Uhr 17.30 Uhr. Restkarten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen: Jüdenstraße 13c in Göttingen, Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt. Infos:  klasse-wir-singen.de.
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