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Kinder- und Jugendeinrichtungen in Göttingen kooperieren

Umsetzung des Rahmenkonzeptes Kinder- und Jugendeinrichtungen in Göttingen kooperieren

2012 hat der Jugendhilfeausschuss des Göttinger Rates einem von städtischen Kinder- und Jugendhäusern in Kooperation mit Politik und Stadtverwaltung ausgearbeiteten Rahmenkonzept für die offene Jugendarbeit zugestimmt. Seitdem arbeiten die Akteure daran, das Leitbild mit Leben zu füllen.

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Gehört zum Netzwerk der offenen Jugendarbeit: das Jugendhaus am Holtenser Berg.

Quelle: Vetter

Göttingen. Vorangegangen waren der wissenschaftlich begleiteten Ausarbeitung eine Schülerbefragung und der Auftrag des Rates, die offene Jugendarbeit durch ein Konzept zu klammern. In Workshops entwickelten die Experten aus städtischen und freien Einrichtungen, aus Verwaltung und Politik nach einer Bestandsaufnahme Ideen für die Zukunft. „Alle Kinder- und Jugendzentren haben teilgenommen“, betont Sozialpädagogin Angelika Lau, die für das unabhängige Jugendzentrum Weende arbeitet. Die Frage „Wo wollen wir hin?“ habe im Mittelpunkt gestanden, „allein der Entstehungsprozess des 28-seitigen Konzeptes hat die Kooperation zwischen den Einrichtungen schon vorangetrieben“, berichtet Klaus Schmidt Leiter des Fachbereichs Jugend der Göttinger Stadtverwaltung.

Aus Sicht der Kinder- und Jugendeinrichtungen war vor allem die Zusammenarbeit mit den Kommunalpolitkikern erfreulich, „da gibt es ja sonst wenig Berührungspunkte“, meint Heike Rohlfing, Sozialpädagogin in Jugendtreff Grone-Süd. „Die Planung war sehr praxisbezogen, fügt Julia Stutz hinzu, Sozialpädagogin aus dem Jugendhaus am Holtenser Berg. Die Eigenheiten der Einrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft seien berücksichtigt worden.
„Der Prozess hat viel Arbeit und Energie gekostet“, sagt Schmidt im Rückblick. Fast nahtlos wurde mit der Umsetzung begonnen, koordiniert durch einen großen Arbeitskreis und eine kleinere Lenkungsgruppe. Die Einrichtungen arbeiteten an ihrer Profilbildung und entwarfen Plakate, die in einer Ausstellung im Foyer des Neuen Rathauses gezeigt wurden. Bislang entstanden ein gemeinsames Logo und eine Broschüre, in der sich Kinderhäuser und Jugendzentren vorstellen. Eine Internetseite ist in Vorbereitung und soll Mitte des Jahres präsentiert werden. Die jährlichen School‘s-out-Partys werden in Kooperation organisiert.

Die Stadt fördert den Prozess jährlich mit 45 000 Euro, „für Anschaffungen der Träger oder externe Referenten“, sagt Schmidt. Eine Zahl von Projekten entsteht durch die bessere Vernetzung. So ist in Grone-Süd ein Fußballturnier geplant. Im Juni wollen sich alle Einrichtungen an einem Jugendaktionstag beteiligen. 2015 steht zudem das Thema „Qualitätsmanagement“ im Mittelpunkt von Workshops, die ein Hamburger Wissenschaftler leiten soll, „wir wollen das Konzept abarbeiten und weiterentwickeln“, erklärt Rohlfing.

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