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Klassiker Flitzebogen

Kinderflohmarkt am Gartetalbahnhof Klassiker Flitzebogen

Kleidung, Kleidung, Kleidung und viel Spielzeug – der Kinder-Flohmarkt am ehemaligen Gartetalbahnhof an der Leinestraße bot am Sonntagmorgen Eltern wieder einmal die Möglichkeit, ihre Kleinen zu bespaßen und mit überschaubarem finanziellen Aufwand neu – als gebraucht – einzukleiden.

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Göttingen. Um die 80 Stände gab es diesmal, zählt Organisatorin Marlo Becker vom Göttinger Jugendamt auf – etwas weniger als die vergangenen beiden Male. Neben Kinderkleidung wurden unter anderem ausrangierte Puppen, Spiele aller Arten, Modellautos, Kinderschuhe und noch viel mehr, was Kinderzimmer oder Keller an nicht mehr gebrauchtem Kinder-Gut so hergeben.

Eine schöne Erinnerung

Aus alledem hat sich Matze Krönert einen Klassiker ausgesucht – einen Flitzebogen mit ausreichend Pfeilen. Matze wohnt eigentlich in Frankfurt und ist mit seiner Mutter Petra Kassler nur zu Gast in Göttingen bei seiner Tante Uschi. Da wird der Bogen aus der vergleichsweise kleinen Leinestadt in der Großstadt am Main eine schöne Erinnerung sein.

Eine Bedingung des Kinder-Flohmarkts am Gartetalbahnhof: keine gewerblichen Flohmarktbetreiber, keine Erwachsenen als Verkäufer, die Kinder müssen ihre Waren selbst feilbieten, handeln und verkaufen. Sozusagen ein erster Einstieg in eine vor allem soziale Marktwirtschaft, meint Organisatorin Becker. Allerdings dürfen die Eltern am Stand assistieren, falls es mal dringende Angelegenheiten gibt wie beispielsweise der Spielplatz gleich nebenan.

Möglichkeit zu verkaufen, kann auch kosten

Der Flohmarkt, sagt Becker, hat auch etwas mit Lernen zu tun. Zum Beispiel, dass die Möglichkeit zu verkaufen auch etwas kosten kann. So kassiert das Jugendamt pro Meter Stand einen Euro. „Das“, erklärt Becker, „sollen die Kinder ruhig mitbekommen.“

Und sie können ihre Fähigkeiten ausprobieren. So kann sich ein Flüchtling, dessen Sohn an einem Stand etwas entdeckt hat, nur auf Englisch verständlich machen. Die Mutter auf der anderen Seite des Standes ermuntert ihren Sohn: „Hör mal, du kannst doch ein bisschen Englisch. Mach mal.“ Und das klappt natürlich völlig reibungslos.

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