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Kindergartenkinder spielen in „kleiner Oase“

Elisabeth-Heimpel-Haus Kindergartenkinder spielen in „kleiner Oase“

Seit gut zwei Jahren ernten die Kinder der Kita Elisabeth-Heimpel-Haus eigene Kartoffeln, Zucchini und Erdbeeren. Ermöglicht hat ihnen das der Kleingärtnerverein Auf der Masch.

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Platz zum Spielen und Wohlfühlen: Der Schrebergarten der Kindertagesstätte mit neuer Hütte.

Quelle: Hinzmann

Der stellte der Einrichtung im Jahr 2008 kostenlos eine verlassene Parzelle auf seinem Grundstück zur Verfügung – und mit tatkräftiger Unterstützung der Erzieherinnen, der Eltern und Garten-Nachbarn haben die Kinder mittlerweile einen prächtig bewachsenen Garten angelegt. Seit einigen Tagen ist nun auch die lang ersehnte Gartenlaube fertig. Das wurde jetzt mit einem kleinen Fest gefeiert.

Die alte Hütte war klein, heruntergekommen und dermaßen verrottet, dass es sich nicht lohnte, sie zu sanieren. Doch auch für einen Neubau fehlte der Kita das Geld. Erst der Göttinger Verein für Jugendfragen in Person von Joachim Lau konnte helfen. Der trieb die Göttinger Sparda-Bank als Sponsor auf und holte gleichzeitig die Berufsbildenden Schulen (BBS) Northeim mit ins Boot. Denn irgendwer musste die alte Hütte ja abreißen und eine neue zusammenzimmern und errichten.

Mit einem guten Dutzend Schülern rückten Klaus Issmer (Fachpraxis Metall) und Karsten Herbst (Fachpraxis Bau) von den BBS im Frühjahr dieses Jahres an. Mit im Gepäck hatten sie Balkenkonstruktionen, die sie bereits in Northeim erstellt hatten. Dann hämmerten und schraubten die Schülergruppen, die mit der Zeit immer mal wieder wechselten, die Laube unter der Aufsicht von Herbst zusammen. Die Kindergartenkinder kamen mit ihren Erzieherinnen immer mal wieder vorbei, um sich den Fortschritt der Arbeiten anzuschauen – und den Garten zu pflegen. Selbst die Inhaber benachbarter Schrebergärten packten mit an. „Die haben uns sogar mit Äpfeln und Werkzeug versorgt“, erinnert sich Issmer.

Im Schnitt zweimal pro Woche kamen die Schüler nach Göttingen und packten mit an. „Egal ob Sonne oder Regen“, sagt Herbst. „Das war für sie eine schöne Erfahrung.“ Das unterstreicht Schüler Michael Schaffer (20) aus Dassel. „Das war ein schönes Gefühl, mit allen zusammenzuarbeiten“, erzählt er. Und mehr Spaß als in der Schule hätten die Arbeitseinsätze im Schrebergarten ohnehin gemacht. „Da kommt man mal raus an die frische Luft.“

An der frischen Luft sind auch Leon und Marcel gerne. Die beiden Fünfjährigen spielen gerne in der Matschecke des Schrebergartens mit Bausteinen. Was sie am liebsten machen? „Arbeiten“, sagten sie. Kürbisse hätten sie aber auch schon geerntet. Und die Hütte sei natürlich auch schön.

Besonders stolz auf die neue Laube ist Angelika Gunkel, die Leiterin des Elisabeth-Heimpel-Hauses. Eine „kleine Oase“ sei der Garten mit der Hütte für die Kinder der Einrichtung, die doch ansonsten nur von einer viel befahrenen Straße und Tankstellen umgeben sei. „Hier haben sie Freiheit, hier haben sie Platz zum Spielen“, sagt sie. Der Garten sei zu einem Erlebnisort geworden, „der alle Sinne anregt“. Hier könnten sich die Kinder nicht nur austoben, sondern auch begreifen, wie aus einem Samenkorn eine Pflanze wächst – und wie viel Arbeit dahinter steckt.
Am Ende des Festes singen die Kinder noch ein Ständchen: „Das habt ihr gut gemacht, super, klasse, toll.“ Und in der neuen Hütte essen dann alle zusammen ein großes Stück Zucchini-Kuchen.

Das Elisabeth-Heimpel-Haus, Maschmühlenweg 139 d, ist unter Telefon 05 51 / 4 00 53 57 oder per E-Mail an kita-eli@goettingen.de zu erreichen.

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