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Das läuft ab Donnerstag neu im Kino

Göttingen Das läuft ab Donnerstag neu im Kino

Die aktuelle Politik hält in dieser Woche auch im Kino Einzug. In "Willkommen bei den Hartmanns" nehmen Senta Berger und Heiner Lauterbach einen Flüchtling bei sich auf. Außerdem läuten Pettersson und Findus die Weihnachtszeit im Kino ein. Unser Überblick über die Kinostarts der Woche in Südniedersachsen.

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"Willkommen bei den Hartmanns"

Quelle: r

Willkommen bei den Hartmanns

FSK 12

Cinemaxx Göttingen, Feilenfabrik Duderstadt, Schiller Lichtspiele Hann. Münden

Der Familie Hartmann stehen turbulente Zeiten bevor, als Mutter Angelika (Senta Berger) nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims beschließt, gegen den Willen ihres Mannes Richard (Heiner Lauterbach) mit Diallo (Eric Kabongo) einen der dortigen Bewohner bei sich aufzunehmen. Und bald füllt sich das Haus noch weiter. Denn Tochter Sophie (Palina Rojinski), eine ziellose Dauerstudentin auf der Flucht vor einem Verehrer, und der Burnout-gefährdete Sohn Philipp (Florian David Fitz) samt Enkel Basti (Marinus Hohmann) ziehen wieder zuhause ein. Während der Nachwuchs bald feststellen muss, dass es in der Ehe seiner Eltern kräftig kriselt, durchlebt die Familie durch die ungewohnte Situation in ihrem Haus lauter Wirrungen und Turbulenzen - da geht es den Hartmanns wie dem Rest des Landes.

Pettersson und Findus - Das schönste Weihnachten überhaupt

FSK 0

Cinemaxx Göttingen, Feilenfabrik Duderstadt

Weihnachten steht vor der Tür, doch bei Pettersson (Stefan Kurt) und Findus steht das nahende Fest unter keinem guten Stern. Als sie ohne Essen und Weihnachtsbaum auf ihrem Hof eingeschneit werden, verspricht der alte Pettersson dem besorgten Kater Findus noch, dass sich alles zum Guten wenden und es ein herrliches Weihnachtsfest werden wird. In der Tat bessert sich das Wetter am nächsten Tag, doch das Vorhaben, einen Baum im Wald zu schlagen, wird zunichte gemacht, da Pettersson sich unglücklich am Fuß verletzt. Seine Nachbarn Beda (Marianne Sägebrecht) und Gustavsson (Max Herbrechter) bieten ihm zwar mehrfach Hilfe an, doch Pettersson will den beiden nicht zur Last fallen und lehnt daher jegliche Unterstützung ab. Das nimmt selbst der gelassene Findus bald nicht mehr hin: Für ihn ist es an der Zeit, seinem kauzigen Mitbewohner endlich mal offen die Meinung zu sagen, um das Weihnachtsfest doch noch zu retten und am Ende in fröhlicher Runde „das schönste Weihnachten überhaupt“ feiern zu können.

Tini: Violettas Zukunft

FSK 0

Cinemaxx Göttingen

Violetta (Martina „Tini“ Stoessel) hat es endlich geschafft - sie ist der neue Star der Musikwelt! Doch anstatt nach einer erfolgreichen, aber anstrengenden Welttournee zuhause mit Freunden und Familie abschalten zu können, muss die junge Musikerin sofort die nächsten Pflichttermine wahrnehmen. Als dann auch noch die Beziehung mit León (Jorge Blanco) zu bröckeln beginnt, braucht Violetta dringend eine Auszeit: Sie verlässt Argentinien und besucht eine Freundin ihres Vaters in Italien. Mit dem Tapetenwechsel geht es auch mit Violettas Kreativität und Lebensfreude wieder bergauf und auch mit ihren Gefühlen – doch nicht etwa für León, sondern für den geheimnisvolle Caio (Adrián Salzedo), der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will! Im Laufe des wundervollen Sommers findet Violetta schließlich zu sich selbst und zu ihrer neuen, erwachsenen und selbstbewussten Künstler-Persönlichkeit: Tini.

„Last Visits“ über den Jazz-Musiker Charlie Mariano

Montag und Dienstag, 7. und 8. November, jeweils um 18 Uhr im Lumière in Kooperation mit dem Jazzfest Göttingen.

Der Dokumentarfilmer Axel Engstfeld skizziert den Lebensweg des Jazz-Saxophonisten Charlie Mariano, lässt Weggefährten Marianos zu Wort kommen und zeigt Konzert-Ausschnitte aus seinem letzten Lebensjahr.

Mariano lebte als Sohn italienischer Eltern zunächst in den USA, wo er sein musikalisches Handwerk erlernte und mit den Jazz-Größen Charlie Parker und Dizzy Gillespie zusammen spielte. In den 1970er Jahren von der amerikanischen Gesellschaft desillusioniert und kaum fähig, trotz regelmäßiger Auftritte dauerhaft seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, reiste der Sohn italienischer Einwanderer jahrelang um die Welt und entdeckte die Musik anderer Kulturen, die er in sein eigenes Spiel integrierte. Seit Ende der siebziger Jahre lebte und arbeitete er bevorzugt in Europa. Ende der 80er Jahre zog er nach Deutschland, wo er bis zu seinem Tode am 16. Juni 2009 lebte. Gerade hier ist sein Einfluss auf die Jazzszene kaum zu unterschätzen. Von 1975 bis 1993 spielte er an der Seite von Albert Mangelsdorff und Volker Krieger im United Jazz & Rock Ensemble, einer Big Band, die als „Band der Bandleader“ bekannt wurde. Unter den mehr als 300 Platten, die Mariano aufnahm, sind auch zahlreiche Pop-Werke wie etwa Herbert Grönemeyers „Bochum“. Dort spielt Mariano das berühmte Saxofonsolo im Titelstück.

Engstfelds Film, schreibt der Branchendienst programmkino.de, ist "das Porträt eines Mannes, der reich an musikalischer Inspiration war und vielen Generationen europäischer Jazzmusiker als Vorbild galt".

Ein neues Leben

Lumière, Geismarlandstraße 19, von Donnerstag, 3., bis Mittwoch, 9. November, als Original mit Untertiteln.

Um eine Existenzkrise und einen Neuanfang geht es in dem italienischen Film “Ein neues Leben” von 2014. Die Familie von Adele hatte dank ihrer kleinen Textilfabrik immer ein gesichertes Auskommen, doch dann macht der Betrieb Pleite. Die Drei-Generationen-Familie aus Süditalien kämpft um ihre Existenz. Nachdem ihr Bruder ausgewandert ist, sucht die energische Adele nach Auswegen. Ihre Schwester denkt nur daran, Schauspielerin zu werden, die halbwüchsige Tochter reagiert aggressiv, nur die Großmutter nimmt die Schicksalsschläge gelassen hin. Die vier Frauen ziehen aufs Land, um ihr Überleben durch  die Rückkehr zur Landwirtschaft zu sichern. Das ist der Beginn eines Weges, auf dem die vier Frauen das Leben und vor allem ihre Zuneigung zueinander neu erfahren. Regisseur Edoardo Winspeare erzählt in gut zwei Stunden eine Geschichte, die zugleich die Wirtschaftskrise und die Identität einer Region skizziert. Durch Toleranz, Solidarität und Selbstständigkeit finden die Frauen Lösungen, um sich der Übermacht der globalen Wirtschaft nicht beugen zu müssen. bar

“Gestrandet” von Lisei Caspers

Lumière, Donnerstag, 3. November, 20 Uhr

20 Kilometer von Aurich entfernt liegt das 1500-Seelen-Dorf Strackholter, in dem selten etwas Unerwartetes geschieht. Doch Anfang 2014 bekommen die Bewohner die ungewöhnliche Nachricht, dass bei ihnen, mitten im ostfriesischen Niemandsland, eine kleine Gruppe Eritreer unterkommen soll. Die fünf Männer sind in dem Örtchen gewissermaßen "gestrandet" und müssen den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Sowohl für die Flüchtlinge wie auch für die Strackholter ist dies eine neue Situation. Beide Seiten versuchen, gemeinsam den Alltag zu bewältigen. Der pensionierte Schuldirektor Helmut und die Journalistin Christiane machen es sich zur Aufgabe, den Eritreern bei ihrem Neuanfang zu helfen, sei es mit Deutschunterricht oder Ämtergängen. Begleitet werden sie dabei von Regisseurin Lisei Caspers.

2014 gedreht, ein knappes Jahr vor den Flüchtlingsströmen 2015, die nicht nur die deutsche Politik bestimmen, beobachtet Caspers eine ganz spezielle Situation, die sich unweit ihres Heimatdorfes abspielt, die aber viel über den Umgang mit Flüchtlingen erzählt, wie er sich inzwischen in immer mehr deutschen Orten abspielt.

Zu Beginn der Vorführung gibt es eine Einführung des Asien- und Afrikareferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius. Nach dem Film ist eine Diskussionsrunde mit Regisseurin Lisei Caspers vorgesehen. hein

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Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen