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Kirche baut Haus der Diakonie

Groner Tor Kirche baut Haus der Diakonie

Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Göttingen baut am Groner Tor für 5,3 Millionen Euro ein Forum für Diakonie und Kirche. Dabei handelt es sich um eines der größten Kirchenkreis-Projekte der vergangenen Jahre. Die Entscheidung im Kirchenkreistag fiel nach einer intensiven Diskussion.

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Göttingen. Das Forum soll laut Beschluss  auf dem jetzigen Parkplatz an der Marienkirche, einem kircheneigenen Grundstück, entstehen. Vorgesehen ist ein vierstöckiges Gebäude mit einer Nutzfläche von 2500 Quadratmetern und einer Tiefgarage mit etwa 20 Stellplätzen. Für die Gestaltung des Gebäudes soll es einen begrenzten Architektenwettbewerb geben.

 
Mehrere Institutionen sollen in das neue Gebäude einziehen. Dazu zählen die Diakonie Christophorus mit einer Wohngruppe für behinderte Menschen und die Evangelische Familien-Bildungsstätte. Auch ein Umzug der Superintendentur in das neue Gebäude ist geplant. Der Diakonieverband soll mit der Geschäftsführung, der Verwaltung und mit drei Abteilungen in das Gebäude ziehen: der Kirchenkreis-Sozialarbeit mit der Lebensberatung, der Suchtberatung und dem Migrationszentrum. 200 Quadratmeter sind derzeit für die gewerbliche Vermietung an Dritte vorgesehen. Im Untergeschoss sollen neben der Tiefgarage auch Archiv- und Kellerräume sowie die Haustechnik untergebracht werden.
Der Bau des Hauses des Diakonie wird seit zwei Jahren intensiv im Kirchenkreis diskutiert. Ziel ist vor allem, die derzeit in der Stadt verstreuten sozialen Einrichtungen der Kirche an einem zentralen Innenstadt-Standort zusammenzuführen und sichtbar zu machen. Die benachbarte Marienkirche soll zudem ein Profil als Diakoniekirche erhalten.

 
In der konzentrierten Diskussion im Kirchenkreistag war Aufbruchsstimmung ebenso zu spüren wie die Sorge vor einer finanziellen Überforderung des Kirchenkreises durch das Projekt. Zwei Änderungsanträge zielten darauf ab, vor einer endgültigen Entscheidung noch einmal Kosten und mögliche andere Standorte gründlicher zu prüfen.

 
Pastor Thomas Harms, der Leiter des Projekts, verwies darauf, dass viele Möglichkeiten geprüft worden und umfassende Informationen gegeben worden seien. Am Ende votierten 42 Delegierte für den Bau des Hauses und 18 dagegen. Superintendent Friedrich Selter sprach von einem großen Schritt und der Chance, sich als diakonische Kirche im Herzen der Stadt zu profilieren.

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