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Kirchen in Dransfeld mit baulichen Problemen

Kampf gegen Schimmel und Schwamm Kirchen in Dransfeld mit baulichen Problemen

Gleich zwei Kirchen in der Samtgemeinde Dransfeld haben derzeit große bauliche Probleme. In der Kapelle Varmissen steckt Schimmel in den Wänden und in Bühren wird gegen den Schwamm gekämpft. In beiden Gebäuden sind schon lange keine Gottesdienste mehr.

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Erich Brickmann, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Varmissen, zeigt die Löcher in der Mauer, durch die Feuchtigkeit eindringt.

Quelle: Pförtner

Dransfeld. „Die Fugen sind bröckelig,“ sagt Erich Brickmann, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Varmissen und steckt demonstrativ seinen Zeigefinger in eines der Löcher an der Ostwand der Varmisser Kapelle.

An Stellen wie diesen dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein. Die Folge: Schimmel im Innern des kleinen Gotteshauses. 2011 wurde unter der Orgelempore Hausschwamm entdeckt und der betroffene Bereich saniert. Unter anderem wurde rund um die Kirche eine  Drainage gelegt, die feuchten Bereiche getrocknet. „2013 dachten wir, es ist wieder alles in Ordnung“, erinnert sich Brickmann.

Das war aber nicht der Fall, denn nun tauchten an der Ostseite Schimmelschäden auf. Die Kirche ist seither geschlossen, Gottesdienste werden im Schützenhaus gefeiert.

„Die Krux ist ja,“ sagt Wilhelm Worbs, Vorsteher der Kirchengemeinde Dransfeld, „dass ja die Sanierung des vorhergehenden Befalls schon 50 000 Euro gekostet hat.“ Jetzt werden die Sanierungskosten für die Varmisser Kapelle auf 250 000 Euro geschätzt, wie Thomas Henning, Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Münden mitteilt.

Gleich zwei Kirchen in der Samtgemeinde Dransfeld haben derzeit große bauliche Probleme. In der Kapelle Varmissen steckt Schimmel in den Wänden und in Bühren wird gegen den Schwamm gekämpft. In beiden Gebäuden sind schon lange keine Gottesdienste mehr. © Pförtner

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Darin enthalten 205 000 Euro für die Bruchsteinmauer und 41 000 Euro, um den Schwammbefall zu beheben. Weder die Kirchengemeinde, noch der Kirchenkreis könnten diese Summe allein finanzieren, sind sich Henning und Worbs einig. Daher habe der Kirchenkreisvorstand die Sanierung der Kapelle Varmissen für 2016 als „dringlichste Baumaßnahme im Kirchenkreis“ bei der Landeskirche angemeldet. Ob allerdings von dort Mittel bereitgestellt werden, entscheide sich nicht vor Herbst 2016, so Henning.

Grund für die Feuchtigkeitsschäden in Varmissens Kapelle sei, dass nicht ausreichend gelüftet worden sei. Darüber hinaus dringe durch die porösen Fugen im Mauerwerk weiter Feuchtigkeit ein. Eine erste Maßnahme wurde inzwischen auf den Weg gebracht, teilt Hans-Joachim Weppner, Kirchenvorstandsmitglied aus Varmissen, mit. Eine Automatik soll fortan eines der Fenster öffnen und für ausreichend Belüftung im Innern sorgen. Der Einbau ist in Kürze vorgesehen.

Während die Varmisser noch auf die Grundsanierung ihres Gotteshauses warten, stehen die Sanierungsarbeiten in Bühren vor dem Abschluss. Dort wurde 2012 Hausschwamm festgestellt. Es folgten umfangreiche Bauarbeiten, um das Problem in den Griff zu bekommen. Im September ist laut Roswitha Kamm vom Vorstand der Kirchengemeinde Niemetal-Bühren, ein Einweihungsgottesdienst geplant.

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