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Kirchen verzeichnen weniger Austritte

Welle von 2014 abgeebbt Kirchen verzeichnen weniger Austritte

Nach einem schwierigen Jahr 2014 haben die Kirchen in der Region 2015 wieder weniger Austritte verzeichnet. Dies geht aus den Zahlen der evangelischen Kirchenkreise und katholischen Dekanate hervor. Die Mitgliederzahlen sind dennoch weiter rückläufig.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Region. Für die hohen Austrittszahlen 2014 hatten die Kirchen vor allem den Skandal um den katholischen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und Irritationen um eine Verfahrensänderung bei der Steuererhebung verantwortlich gemacht, die teilweise als neue Kirchensteuer missverstanden worden sei. Offenbar gab es 2015 weniger störende Einflussfaktoren von außen.

Der evangelische Kirchenkreis Göttingen verzeichnete in diesem Jahr jedenfalls knapp 700 Austritte – ein Viertel weniger als als 2014 mit 935. Allerdings sind die Austrittszahlen immer noch höher als zu Beginn des Jahrzehnts, wo sie um 500 lagen. Seit 2010 ist die Mitgliederzahl im Kirchenkreis um rund 5.000 auf gut 72.500 gesunken. Möglicherweise ein kleiner Hoffnungsschimmer aus Sicht des Kirchenkreises: 2015 gab es mehr Taufen und Hochzeiten  und annähernd gleich viele Konfirmationen als 2014.

Im wesentlich kleineren Kirchenkreis Münden ist die Mitgliederzahl seit 2010 um etwa 2000 auf knapp 22.500 gesunken. Die Zahl der Kirchenaustritte sank von 2014 auf 2015 um zehn Prozent auf 204. Die Zahl der Taufen, Hochzeiten und Konfirmationen blieb relativ konstant.

Der Kirchenkreis Leine-Solling verzeichnete 2015 mit 344 Austritten ebenfalls deutlich weniger als 2014 (421). Die Zahl der Taufen stieg von 2014 auf 2015 um mehr als zehn Prozent auf  474. Seit 2010 ist die Zahl der Mitglieder im Kirchenkreis um rund 5.500 auf 59.600 gesunken.

Der Kirchenkreis Harzer Land verzeichnete 2015 knapp 400 Austritte und damit etwa zehn Prozent weniger als 2014 (443). Die Zahl der Hochzeiten und Taufen bliebt nahezu konstant, allerdings gab es deutlich weniger Konfirmierte – ihre Zahl sank um knapp ein Viertel auf 478.

Auch bei den Katholiken gingen die Austrittszahlen von 2014 auf 2015 deutlich zurück. Im Dekanat Göttingen sank die Zahl von 465 auf 353. Von 2010 bis 2015 hat das Dekanat seine Mitgliederzahl relativ stabil halten können – sie sank um lediglich knapp 250 auf rund 27.700. Deutlichere Rückgänge der Mitgliederzahlen mussten dagegen die Dekanate Nörten-Osterode und Untereichsfeld hinnehmen. In Nörten-Osterode sank die Zahl im gleichen Zeitraum um etwa 1200 auf knapp 21.900, im Untereichsfeld sank die Zahl um rund 2000 auf knapp 26.700. Während in Nörten-Osterode die Zahl der Austritte 2015 (165) ebenfalls deutlich unter der von 2014 (214) liegt, gibt es im Untereichsfeld eine Situation gegen den Trend. Dort gab es 2015 mit 86 Austritten einen mehr als 2014. Die Zahlen für 2016 werten die Kirchen erst im Lauf des Jahres aus.

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