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Kirchengemeinde zieht indisch-bunt durchs Dorf

Rosdorfer Kirmesumzug Kirchengemeinde zieht indisch-bunt durchs Dorf

„So ein Scheiß, nur noch Mais“, hieß es an einem mit massenhaft mächtigen Maispflanzen begrünten Umzugswagen, der am Sonnabend durch das Spalier hunderter Rosdorfer rollte, die den Kirmeshöhepunkt miterleben wollten.

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Tierisch guter Kirmesbeitrag: Die Kindergartenkinder nahmen auch ihre vierbeinigen Freunde mit.

Quelle: Heller

Die Anspielung auf die Baupläne für zwei Biogasanlagen am Ortsrand brachte beim Wettbewerb um den schönsten Kirmesumzug-Wagen immerhin Platz drei ein. Noch schlimmer, geradezu apokalyptisch, rollte die Jugendfeuerwehr vor. Ihr Kirmesbeitrag stand ganz im Zeichen der Ölpest. Petrolfarben marschierten die jungen Feuerlöscher durchs Dorf und auf Platz zwei der Wertung, während ein Häuflein silberfarbener Gestalten als „Besuch aus dem All“ die schönste Einzelgruppe darstellte. Dahinter steckten die Familien Eilzer und Büermann.

Den Sieg aber trugen nicht die traurig-tristen grün-, petrol- und silberfarbenen Gruppen davon, sondern zwei grell bunte Beiträge: Wieder einmal die Kleinen der Kindergärten, die unter dem Titel „Tierisch gut“ mit machten, und bei den Festwagen die Kirchengemeinde mit ihrem indisch-bunten Laster. Der quietschbunte Lkw verkörperte zugleich 20 Jahre Partnerschaft mit einer indischen Kirchengemeinde.
Insgesamt zählten die Organisatoren des SC Rosdorf, der diesmal – angespornt vom Lob ihres Vorsitzenden Andreas Warneke – die Kirmes ausrichtete, 599 Teilnehmer des Umzugs. Auch beim Tanzabend und gestern beim Frühstück war die Beteiligung sehr gut.

Jährlich wechselt in Rosdorf der Festorganisator. Künftig sollen im vierten Jahr alle drei Vereine (SC, MTV, Feuerwehr) gemeinsam eine Kirmes organisieren. In drei Jahren allerdings soll der SC wieder an der Reihe sein, dann wird er 100.

Kirmeskönig wurde übrigens Hans Pätzold. Königin ist Carola Marienhagen. Das Kleinod schoss Lea Schäfer, und den Schützenpokal errang Gerhard Güttlich. Den Pokal der Vereine errang diesmal die Feuerwehr, und der Betriebspokal ging an die „Baumkletterer“.

Von Jürgen Gückel

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