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Kirmes in Geismar: Stimmung so trüb wie das Wetter

Junggesellenvereinigung klagt über geringe Resonanz Kirmes in Geismar: Stimmung so trüb wie das Wetter

Die Stimmung bei den Veranstaltern der Kirmes glich gestern dem Herbstwetter. Trüb und grau verhangen. Zum Zeichen ihres Unmutes hatten sich die Organisatoren von der Junggesellenvereinigung statt der traditionell roten eine schwarze Krawatte umgebunden.

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Treue Kirmesgäste: Rund 150 Geismaraner kommen am Montag zum traditionellen Frühstück, dem Abschluss des Festes.

Quelle: Pförtner

„Wir sind enttäuscht“, fasste Organisator Thomas Vollmer die viertägige Feier in seiner Ansprache zum Kirmesfrühstück im Festzelt an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule zusammen. Grund für seinen Unmut: die mangelnde Kirmesbeteiligung der übrigen Vereine aus dem Ortsteil. So fiel der Umzug am Sonntag dementsprechend klein aus: Nur zehn Vereine, davon zwei auswärtige Junggesellenvereine, marschierten mit. Auch die Beteiligung an der Disco am Freitag mit rund 130 Gästen und am Tanz am Sonnabend mit rund 100 war gering (Tageblatt berichtete). Da war das Kirmesfrühstück am Montag mit knapp 150 Gästen die bestbesuchte Kirmesveranstaltung. Die Junggesellenvereinigung rechnet deshalb in diesem Jahr mit einer finanziellen Lücke von bis zu 3000 Euro durch die Kirmes.

Das Geismaraner Desaster zur inzwischen 109. Kirmes hatte sich nach Vollmers Aussage schon beim ersten Vorbereitungstreffen angekündigt. Alle 45 ortsansässigen Vereine und Institutionen habe man dazu eingeladen, gekommen sei aber niemand. Nur drei Vereine hätten sich überhaupt auf die Einladung zurückgemeldet.

Wieso die Resonanz so gering ist? Vollmer ist ratlos: „Ich kann es mir nicht erklären.“ Persönliche Animositäten schließt er aber aus.

Rückendeckung bekommen die Junggesellen von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD): „Es wird irgendwie weitergehen. Jetzt nur nicht aufgeben. Es muss wieder krachen“, sagte er am Montag. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hartwig Fischer formulierte das so: „Die Kirmes gehört zu Gesimar wie der Senf zur Wurst.“ Meyer schlug weiter vor, in Zukunft den ASC als größten Göttinger Verein und mit einer Zweigstelle auf den Geismaraner Zietenterrassen mit ins Boot zu holen. Zuvor müsse jedoch eine „Manöverkritik“ erfolgen. Vollmer kündigte an: „Wir müssen uns zusammensetzen und reden.“ Er gibt einer Kirmes in Geismar nur eine Chance, wenn auch die „großen Vereine wieder mit ins Boot“ geholt würden. „Mir ist viel an der Kirmes gelegen, da ist es mir auch egal, wer sie am Ende organisiert. Wir werden jeden Verein unterstützen“, sagte er.

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