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Kita-Erzieher und Sozialarbeiter drohen mit neuen Streiks in Göttingen

Brief an Oberbürgermeister Kita-Erzieher und Sozialarbeiter drohen mit neuen Streiks in Göttingen

Eine Woche vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit um höhere Gehälter für Kita-Beschäftigte und Sozialarbeiter kündigt der Personalrat der Stadt Göttingen indirekt erneute Streiks an. Zugleich bittet er in einem Brief Göttingens Oberbürgermeister um Unterstützung.

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Quelle: Rehder/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. In dem am Dienstag im Personalrat beschlossenen Schreiben bitten die Vorsitzende Sabine Banaschak und ihre Vertreterin Birgitt Kücking Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), auf den Arbeitgeberverband der Kommunen sowie Landes- und Bundespolitiker einzuwirken, ihre „starre Haltung“ zur Entlohnung von Erziehern und Sozialarbeitern aufzugeben. Im neuen Tarif sollten auch Sozialarbeiter und Beschäftigte in unteren Einkommensgruppen besser gestellt werden.

Im Frühjahr hatten bundesweit Kita-Erzieher und Sozialarbeiter der Kommunen wochenlang für eine Aufwertung ihrer Berufe gestreikt. Nachdem eine Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden scheiterte, folgte ein Schlichtungsangebot. Das lehnt eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder ab. Sie kritisieren, dass nur einige Beschäftigtengruppen besser gestellt werden sollen. Kommende Woche wird erneut verhandelt.

„Die Beschäftigten haben einen Berufsstolz entwickelt und deutlich gemacht, dass sie zusammenstehen und sich nicht spalten lassen“, heißt es in dem Brief. Sie seien sich ihrer Verantwortung und der starken Belastung für Eltern, Kinder und Sozialbetreuer durch einen Streik durchaus bewusst. „Trotzdem haben wir uns entschlossen, diesen Weg zu gehen“, wenn die Verhandlungen erneut scheitern.

Zugleich erinnert der Personalrat an eine Resolution von Mitte Juni. Darin hatte der Rat unter anderem Bund und Land aufgefordert, sich an einer besseren Finanzierung von Bildung und Betreuung inklusive höherer Gehälter zu beteiligen. Zugleich weisen die Arbeitnehmervertreter auf zusätzliche Belastungen für Erzieher und Sozialarbeiter durch erwartete Flüchtlinge hin.

Köhler werde die Position der Stadt auf Basis der Resolution an den Kommunalen Arbeitgeberverband herantragen, erklärte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Persönlich werde Köhler vorschlagen, die Laufzeit für das Schlichtungsergebnis „vielleicht“ von fünf auf drei Jahre zu verkürzen, um „zu einer Einigung zu kommen“.               

Dieser Artikel wurde am 24. September um 17.11 Uhr aktualisiert

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