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Kita-Streik: Stadt Göttingen zahlt 66000 Euro zurück

Erstattung für nicht erfolgte Betreuungsleistungen Kita-Streik: Stadt Göttingen zahlt 66000 Euro zurück

Wochenlang stöhnten Eltern in Göttingen über den Kita-Streik. Jetzt haben sie zumindest ihr Geld zurückbekommen. Die Stadtverwaltung hat den betroffenen Eltern insgesamt 66 000 Euro an Gebühren erstattet, die sie trotz des Streiks gezahlt hatten. Das bestätigte Verwaltungssprecher Detlef Johannson auf Anfrage.

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Die Stadtverwaltung Göttingen hat den Eltern insgesamt 66 000 Euro an Kita-Gebühren erstattet.

Quelle: dpa

Göttingen. Hintergrund: Die Stadt Göttingen hat eine mögliche Rückzahlung der Kita-Gebühren in ihrer Entgeltordnung verankert.

Ist die städtische Kita an mehr als vier Tagen ungeplant geschlossen, werden die Beiträge anteilig für die bestreikten Tage zurückgezahlt – auch das Essensgeld. Das sei nun geschehen, sagte Johannson: „Die Rückvergütung ist Ende Juli erfolgt. Für die Eltern, deren Verträge zum 31. Juli 2015 ausgelaufen sind, erfolgte eine Rückerstattung, für die Eltern, deren Verträge weiterlaufen, wurde das Guthaben mit dem Augustbeitrag verrechnet.“

Johannson hatte im Vorfeld von einem „irren Verwaltungsaufwand“ gesprochen. Grund: „Es war notwendig, jeden einzelne Betreuungsvertrag zu prüfen und je nach Zahl der Fehltage in  den Kindertagesstätten, die erst nach Beendigung des Streikes festgestellt werden konnte, eine Berechnung des individuellen Rückerstattungsbeitrages vorzunehmen.“

Anschließend musste für jede Rückerstattung oder Gutschrift „eine Saldokorrektur zum laufenden Rechnungsbetrag“ ausgeführt werdem. „Das ist bei annähernd 1000 Betreuungsplätzen ein erheblicher Aufwand, der neben den laufenden Tätigkeiten ohne zusätzliches Personal geleistet werden musste“, betonte Johannson.

Spezielle Anträge mussten die Eltern nicht stellen, um ihre zu viel gezahlten Kita-Beiträge erstattet zu bekommen. Sie hätten bereits während des Warnstreiks Informationsschreiben zu den Modalitäten etwaiger Rückerstattungen oder Gutschriften erhalten, erklärte Johannson. Anfragen von Eltern wegen des genauen Procederes gab es dennoch vermehrt. Das dürfte mit der jetzt erfolgten Erstattung allerdings ein Ende haben.

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