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Kitas in Göttingen bestreikt

Wenig Notdienste Kitas in Göttingen bestreikt

Mit einem ganztägigen Warnstreik haben die Beschäftigten und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch die städtischen Kindertagesstätten lahmgelegt. Nur drei der insgesamt 13 Einrichtungen boten einen Notdienst für die von ihnen regulär betreuten Kinder an.

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Auch der Kei-Kindergarten nahe der Zietenterrassen blieb am Mittwoch geschlossen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Beschäftigten von kommunalen Einrichtungen verlangen eine bessere Einstufung in die Tarifgruppen und damit deutlich höhere Gehälter, erklärte Verdi in Hannover.

Die Arbeitgeber hätten bislang in zwei Verhandlungsrunden die Forderungen abgelehnt. Südniedersachsen gehörte zu den Schwerpunktregionen des Ausstands.

Die Eltern hätten in der Regel Verständnis für die Streikaktion gezeigt, erklärte eine Mitarbeiterin des Kindergartens in Elliehausen – eine der Einrichtungen mit Notdienst. Nur 15 der 72 Kindergarten-Kinder dort seien zum Notdienst gebracht worden.

Weniger Verständnis für den Ausstand hat die Göttinger Stadtverwaltung. „Angesichts der Tatsache, dass zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft ein Fahrplan für die weiteren Verhandlungen besteht, besteht eigentlich kein Anlass für Streikmaßnahmen zu Lasten von Kindern und Eltern“, erklärt Stadt-Sprecher Detlef Johannson.

Es gehe nur um eine Eingruppierungs-Tarifverhandlung, nicht aber „um eine normale Tarifrunde“. Deren Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr seien längst realisiert. Außerdem sieht Johannson für die Stadt Finanzierungsprobleme: „Für eine Umsetzung der Gewerkschaftsforderungen in unseren eigenen Einrichtungen und gegebenenfalls auch in Einrichtungen freier Träger, die den Tarif übernehmen und durch die Stadt bezuschusst werden, wäre in unserem Haushalt leider auch nicht annähernd Deckung zu schaffen.“

In ganz Niedersachsen beteiligten sich etwa 3000 Erzieher und Sozialarbeiter am Warnstreik. Am Donnerstag wird in Düsseldorf weiterverhandelt. „Die Erzieherinnen und Sozialarbeiter sind für ihre Forderungen kampfbereit“, erklärte die stellvertretende Verdi-Landesleiterin Susanne Kremer auf der zentralen Streikkundgebung in Peine.

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