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Klärteiche sollen nicht austrocknen

Teiche für Amphibien Klärteiche sollen nicht austrocknen

Die Kläranlage im Rodetal wird am Monatsende offiziell dicht gemacht, weiß Bovendens Bauamtsleiter Klaus Melnikow. Die Leitung nach Nörten-Hardenberg ist gebaut. In der Kläranlage dort soll künftig auch Bovender Wasser gereinigt werden. 

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Sollen erhalten werden: die Teiche der Kläranlage im Rodetal.

Quelle: Vetter

Bovenden. Eine Vision des Bovender Gemeinderates war es, die Anlage im Rodetal zum Teil zu erhalten. Damit die Teiche immer Wasser führen, müsste ein Zufluss eingerichtet werden.

Doch da spielt der Landkreis Northeim nicht mit. Die Kläranlage steht auf Northeimer Gebiet und liegt im Landschaftsschutzgebiet. Nachnutzungen sind deshalb nur möglich, soweit sie im Einklang mit dem Schutzzweck stehen. Einzig als sogenannte Himmelsteiche können die Teiche  erhalten werden: Wenn es regnet, bekommen sie von oben Nachschub. Ein Zufluss soll nicht eingerichtet werden. Gegen den gewünschten Rückbau des Bauwerks hat der Landkreis keine Bedenken.

Nicht einverstanden mit dieser Entscheidung ist die Gruppe aus CDU, FWG mit FDP und den Grünen im Gemeinderat. Zu einer Ortsbesichtigung haben sie sich unlängst getroffen. Denn in der vergangenen Wahlperiode  sei sich der Rat einig gewesen,  die Klärteiche nach Stilllegung der Kläranlage Reyershausen zu erhalten und die Flächen als Ausgleichsflächen zu nutzen, erklärt Harm Adam (CDU). Allerdings konnte bei dem Besichtigungstermin die biologische Vielfalt nicht abschließend beurteilt werden, räumt er ein.  Denn im Herbst regt sich nicht so viel Leben.

Auf Rat einer Biologin hin sei es Konsens, dass eine Untersuchung der Flora und Fauna, besonders in Bezug auf Amphibien, im Frühjahr erfolgen solle. Zudem erwarteten die Anwesenden, dass die Klärteiche nur langsam verlanden. So seien kostspielige Maßnahmen nicht nötig, um das Trockenfallen zu verhindern.  Erhalten werden soll der Zaun, der die Anlage umgibt, so dass das Gelände bis zur Entscheidung über das weitere Vorgehen noch geschützt sei. Ferner sollten beim Abriss die Flächen um die Klärteiche vorerst nicht beschädigt werden. Nur so sei eine sorgfältige Bestandserfassung der Pflanzen- und Kleintierwelt im Frühjahr möglich, Experten könnten dann ihre Empfehlungen abgeben. Diese Vorgehensweise stehe den Vorstellungen des Landkreises Northeim nicht entgegen, meint die Gruppe.

„Persönlich bin ich mit dem Ratskollegen Reinhard Schmidt (FDP) einig, dass die Teich- und Uferflächen ökologisch zu wertvoll erscheinen, um sie ohne Prüfung ihrem Schicksal zu überlassen“, sagt Adam und fügt hinzu: „Natur- und Landschaftsschutz ist eine politische Aufgabe, der wir uns als Gruppe bei Entscheidungen des Rates stellen“, betont er. In der kommenden Woche, am Dienstag, 16. Oktober,  berät die Gruppe unter anderem über die Ergebnisse des Ortstermins.

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