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Klärwerks-Verkauf in Reinhausen gescheitert

Landkreis Göttingen interveniert Klärwerks-Verkauf in Reinhausen gescheitert

Das Gelände des alten Klärwerkes bei Reinhausen darf nicht für andere Zwecke genutzt werden – schon gar nicht für ein Gewerbe. Mit dieser Vorgabe des Landkreises Göttingen scheitert vorerst der Versuch der Gemeinde Gleichen, das Areal zu verkaufen.

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Altes Klärwerk in Reinhausen: Hier darf sich kein Gewerbe ansiedeln.

Quelle: Vetter

Reinhausen. Das kleine Klärwerk an der Landesstraße außerhalb von Reinhausen ist schon lange außer Betrieb. Die Gemeinde unterhält dort nur noch ein Pumpenhäuschen, in dem Schmutzwasser aus der Gleichener Kanalisation Richtung Göttingen in das dortige große Klärwerk gepumpt wird.

Jetzt will ein Forstunternehmer das Gelände kaufen, dort seine Waldmaschinen und Fahrzeuge abstellen und nach Angaben der Gemeindeverwaltung vielleicht auch Holz rücken. Bevor er das darf, muss aber der Bebauungsplan geändert werden. Er legt fest, ob und wie der Besitzer dort bauen darf, ob er Naturausgleich schaffen muss und welches Gewerbe er betreiben darf.

Dabei haben andere aber ein Wörtchen mit zu bestimmen – auch der Landkreis als Planungs und Umweltbehörde. Und der hat in seiner Stellungnahme „Nein“ gesagt, informierte Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) den Planungsausschuss des Rates. Die Kreisverwaltung hat das dem Tageblatt gegenüber bestätigt. Das Gelände befinde sich in einem Landschaftsschutzgebiet, begründete ihr Sprecher Ulrich Lottmann. Diesem würde das geplante Bauprojekt „zuwider laufen“. Der südlich angrenzende Wendebach sei als naturnaher Bachlauf gesetzlich geschützt.

Die Ratsmitglieder im Ausschuss reagierten verärgert. Zum einen sind sie der Ansicht, dass der geplante Betrieb, Tiere und Pflanzen im Bachbereich gar nicht beeinträchtige. Zum anderen verstehen sie nicht, warum ein Forstbetrieb schädlicher sein soll als ein bisher genehmigtes Klärwerk.

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