Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Klein, aber mit Folgen: Stolperfallen im Pflaster

Umbau Weender Straße Klein, aber mit Folgen: Stolperfallen im Pflaster

Die Kritik am neuen Pflaster in der Weender Straße reißt nicht ab. Noch sind die Platten aus Striegauer, Vedera und Guarda Granit nicht vollständig verlegt, sind die Arbeiten zwischen Nabel und Barfüßer Straße nicht abgeschlossen, schon hagelt es Kritik, auch von Tageblatt-Lesern.

Voriger Artikel
Erneut Reparaturen an Unfallschwerpunkt
Nächster Artikel
Partnerschaftsfest: Hitzige Debatte

Neues Pflaster in der Weender Straße: „Ein Überstand“, der noch „abgerüttelt“ wird.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie bemängeln die zwar kleinen Kanten – nicht einmal einen Zentimeter hoch – links und rechts der verlegten Rinnsteine. Klein zwar, aber mit Folgen, werden die Kanten bei Unachtsamkeit doch schnell zu Stolperfallen.

Detlef Johannson, Sprecher der Verwaltung, räumt ein, dass diese Beobachtungen „ja durchaus richtig“ seien. „Gottseidank hat das allerdings nichts mit schlechter Bauausführung zu tun, sondern ist zum Teil gewollt, zum Teil noch in der Bearbeitung“, erläutert er. So seien in einigen Bereichen das Pflaster beziehungsweise der Plattenbelag noch nicht „abgerüttelt“. Daher sei derzeit in der Tat noch „ein Überstand“ zu erkennen. „Diese Flächen werden noch nachgearbeitet“, versichert Johannson.

In den Bereichen des Rinnsteins verhalte sich die Angelegenheit allerdings anders. Hier, so Johannson, sei ein Überstand der Natursteinplatten von bis zu zehn Millimetern zum Rinnstein nicht nur zulässig, sondern geradezu notwendig. Er verweist auf entsprechende Industrienormen und anerkannte Regeln der Technik. „Hier ergibt sich mittelfristig ohnehin eine Setzung von erfahrungsgemäß rund fünf Millimetern. Das nennt man Konsolidierungsprozess“, sagt Verwaltungssprecher Johannson.

Um diesem entgegenzuwirken und den Abfluss von Wasser zu gewährleisten, werde das Pflaster am Rand und entlang der Entwässerungsrinnen überhöht eingebaut. „Würden wir das nicht tun oder die jetzt erkennbaren Überstände beseitigen, würde das Wasser nicht abfließen können, sondern stehen bleiben“, sagt Johannson. Nach diesem beschriebenen Prinzip habe die Stadt in der Vergangenheit auch in allen Seitenstraßen gearbeitet. „Dort ist das offenbar nur niemandem aufgefallen.“

Im November will die Stadt mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Theater- und Barfüßerstraße fertig sein. Der zweite, zwischen Barfüßerstraße und Groner Straße inklusive Marktplatz, soll dann im März beginnen und bis November 2013 beendet sein. Die Gesamtkosten, einschließlich Straßenbau und Erneuerung der Leitungen, beziffert die Stadt auf 4,6 Millionen Euro. Grundlage für die Planung ist der Entwurf des Planungsbüros WES aus Berlin, der 2008 bei einem Wettbewerb den Zuschlag erhielt.

Wie die spätere Möblierung  – Bänke, Müllkörbe, Spielgeräte – in der Weender Straße aussehen wird, steht noch nicht fest: Einen „Möblierungsplan“ gibt es laut Johannson noch nicht.  „In jedem Fall wird es weiterhin auch Spielgeräte geben“, sagt er. Dazu werden aber „in jedem Fall“ wieder die derzeit abgebaute Messinglok von Reinhold Wittig und die weißen Drehkugeln gehören. Offen sei aber, an welchen Standorten genau.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Umfrage zu Bauarbeiten

„Was soll ich dazu sagen?“. Der Umbau des Bodenbelages am Nabel beschäftigt auch die Bürger. „Es sieht gut aus, aber ob sich diese Investition lohnt, bezweifle ich“, sagt Holger Vorrath.

  • Kommentare
mehr
Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017