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„Kleine Löwen“ kämpfen sich ins Leben vor

Erstes Frühchen-Sommerfest „Kleine Löwen“ kämpfen sich ins Leben vor

Manche Babys kommen Wochen zu früh zur Welt. Sie wiegen weniger als 1500 Gramm. Dank der Hilfe von Spezialisten des Göttinger Uni-Klinikums überleben mittlerweile fast alle. Für ihre Eltern sind sie kleine Löwen, die sich ins Leben kämpfen. 

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Spaß für alle: erstes Frühchen-Sommerfest am Klinikum.

Weende . „Kleine Löwen“ heißt auch der Elternverein, der in Göttingen betroffenen Eltern Hilfe, Unterstützung und Austausch bietet.

Am Wochenende veranstalteten Kinderklinik und Elternverein das erste Frühchen-Sommerfest. Auf der Wiese vor der Klinik trafen sich rund 100 Eltern mit Angehörigen und Kindern zum Gespräch mit anderen Eltern, mit Ärzten und Vereinsmitgliedern oder einfach nur zum Spielen mit den Kindern. Die Klinik-Wache präsentierte Fahrzeuge und einen Inkubator, der für schnelle Hilfe im Hubschrauber transportiert wird. Ein zweiter steht im Klinikum für Rettungswagen bereit.

Für Eltern sei es oft eine Ausnahmesituation mit Ängsten und auch Schuldgefühlen, sagt Sylvia Stecker. Die  Vorsitzende der „Kleinen Löwen“ ist Sozialpädagogin und selbst Mutter eines Frühchens,  mittlerweile elf Jahre alt. „Ich muss mein Kind irgendwann normal behandeln“, so Stecker.  Der Schritt nach langem Klinikaufenthalt sei schwierig. Rund 350 Frühchen unter 1500 Gramm wurden in den letzten fünf Jahren im Klinikum betreut.

Acht Prozent aller Geburten sind Frühgeburten. Wichtig sei eine gute und frühe Absprache, um Schwangerschaften lange zu halten, sagt Dr. Helmut Küster, Leiter der Neonatologie. Mittlerweile könne viel gemacht werden, „aber es gibt noch Dinge, die wir nicht kennen“.  Häufig gebe es auch später noch Ernährungsprobleme. „Schlucken ist etwas Kompliziertes, das Frühchen erst lernen müssen. Aber irgendwann ist es ein normales, propperes Kind.“

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