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Kleine und große Überraschungen in Weende

89. Modellbörse Kleine und große Überraschungen in Weende

Die unscheinbare Schachtel hat es in sich: 36 winzige Verkehrschilder, der komplette Satz des legendären "großen Verkehrsplans" des Modellautoherstellers Wiking. Für diesen Fund hat sich die 89. Modellbaubörse in der Weender Festhalle für Organisator Martin Schmidt schon gelohnt.

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Vor allem die kleinen Dinge begeisterten bei der Modellbörse in Weende.

Quelle: Heller

Weende. Es sind solche kleinen Überraschungen, die die regelmäßige Börse für Freunde von Modellautos und -eisenbahnen immer wieder spannend machen. Viermal im Jahr ist die Festhalle seit mehr als 30 Jahren Treffpunkt der Sammler. Und auch wenn jede Börse unter einem besonderen Thema steht - diesmal das der von Uhrwerken angetriebenen Blechspielzeuge vom Beginn des 20. Jahrhunderts -, sind es die urtypischen Sammler-Leidenschaften, die jede Börse zum Erlebnis machen: Aufstöbern, einschätzen lassen, mit Gleichgesinnten handeln oder tauschen, vielleicht auch verkaufen und neue Modelle, die zur eigenen Sammlung passen, bei Kollegen erwerben.  

So wie Manfred Lübeck. Der 50-jährige Göttinger kommt mit einem Schächtelchen voller winziger Autos - solche aus der Wundertüte, aus dem Überraschungsei, von Firma Hammer, Lüdenscheid, oder von Wiking, aber auch handgemalte Verkehrsschilder aus Zinn. Martin Schmidt soll schätzen, was sie wert sind.

Der Organisator der Börse ist in all den Jahren zur Autorität geworden. Er schätze ein, sagt einen Preis, den man dann versuchen kann, bei anderen Interessenten auf der Börse zu übertreffen. Oder er kauft das Schächtelchen samt Inhalt selbst. Manfred Lübeck bietet er diesmal 50 Euro. Wenn er selbst wieder etwas kauft, also tauscht, einigt man sich gar auf 55 Euro. Jetzt sucht Lübeck, was er für 55 im Angebot der Familie Schmidt so findet.

Wenig später steht ein Mann aus Kassel vor Schmidt. Er hat in der Hinterlassenschaft des Großvaters Modellautos gefunden, viele davon "verspielt", also abgewetzt, beschädigt, geklebt. Was sind die wert? Schmidt taxiert, schlägt nach im Wiking-Katalog, der wie ein Briefmarkenkatalog Sammler-Richtwerte für gut erhaltene Stücke ausweist.

Echte Raritäten sind bei dem Gast aus Kassel nicht dabei, aber einiges Interessantes. Er will sehen, ob er einen Abnehmer unter den 25 Sammlern findet, die ihre Schätze auf mehr als 100 Metern Verkaufstische ausgebreitet haben. Wenn nicht, will er vielleicht doch noch eimmal mit Schmidt handeln.

Der aber hat heute schon genug gekauft: Einer der ersten Gäste - und die Festhalle war schnell gut gefüllt - brachte eine Sammlung mit mehr als 200 Wiking-Fahrzeugen und hat alles zusammen verkauft. Darunter das Schächtelchen Verkehrsschilder. Warum sind die so wertvoll? Weil die normalerweise als erstes im Staubsauger verschwanden, wenn je ein Kind damit gespielt hat.

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