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Kleiner Pilz bedroht Göttinger Eschen

Baumsterben Kleiner Pilz bedroht Göttinger Eschen

Ein kleiner Pilz bedroht die Eschen in Göttingen. Wie viele Bäume das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“ befallen hat, ist unklar, „aber die Lage ist dramatisch“, sagte am Montag die Fachbereichsleiterin für Stadtgrün, Gudrun Friedrich Braun. Sie müssten gefällt werden.

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Bedroht: Eschen in Göttingen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Seit 2006 beobachte die Stadtverwaltung, dass an Eschen Triebe absterben, ergänzte der stellvertretende Fachbereichsleiter Michael Menzel. In diesem Jahr seien die Schäden an vielen Bäumen im Wald und an der B27 in Weende allerdings massiv.

Auslöser sei ein mikroskopisch kleiner Schlauchpilz aus Japan mit dem Namen „Falsches Weißes Stengelbecherchen“. Er gefährde alle Eschenarten, unabhängig von ihrem Alter. Folge: Blätter und Äste sterben ab – zunächst im Kronenbereich, bis der gesamte Baum betroffen ist. Die Sporen des Pilzes werden durch Wind verbreitet.

Befallene Bäume könnten nicht behandelt und gerettet werden, erklärt Friedrich-Braun weiter. Um gesunde Bäume zu schützen und zu retten, müssten zumindest stark befallene Eschen gefällt werden. In den nächsten Wochen würden vor allem kranke Bäume im Stadtwald gefällt werden, um die Holzqualität zu sichern.

Außerhalb des Waldes würden zunächst nur Eschen gefällt, wenn Äste abzubrechen drohen und Menschen gefährden. Wie viele Eschen fallen müssen, sei zurzeit nicht zu beziffern, so Menzel. Als Ersatz würden neue Bäume gepflanzt - „allerdings erst einmal in einer Baumartmischung, da es noch keine nachweislich resistenten Eschen gibt“.

In den bewohnten Stadtgebieten stehen auf öffentlichem Grund etwa 1500 Eschen. Im Stadtwald machen sie nach Verwaltungsangaben etwa 20 Prozent des gesamten Baumbestandes aus.

Das „Falsche Weiße Stengelbecherchen“ ist ein kleiner weißer becherförmiger Pilz aus der Unterabteilung der „Echten Schlauchpilze“. Er lebt nach Erklärungen in Fachaufsätzen auf Blattspindeln abgeworfener Eschenblätter. Seine Nebenfruchtform allerdings löst massives Eschensterben aus.

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