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Kleiner vergoldeter Bär und große Ansicht von Brügge

Sendung "Lieb & teuer" Kleiner vergoldeter Bär und große Ansicht von Brügge

Vom Samurai-Schwert bis zum Porzellanteller: Etliche Liebhaber aus der Region haben am Wochenende 6. und 7. Juni die Gelegenheit genutzt, von Experten den Wert ihrer Schätze bestimmen zu lassen.

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Neue Erkenntnisse über das Teller-Motiv: Expertin Dorothee Rather (r.) kann Wolfgang und Jutta Böcker weiterhelfen.

Quelle: Heller

In der Paulinerkirche gastierte das Team der NDR-Fernsehshow „Lieb & teuer“. Experten für unterschiedliche Bereiche von Antiquitäten gaben dabei den Besuchern Auskunft über deren Lieblingsstücke. Tageblatt-Leserin Maria Dörnhaus kam etwa mit einer Jugendstil-Statue einer Nymphe. Expertin Dorothee Rather wies darauf hin, dass die Figur aus Zinn und nicht aus Bronze gegossen sei. Die Folge: Beim Wert des Stückes muss man eine Null am Ende streichen. Er liegt bei etwa 300 Euro.

Deutlich mehr wert dürfte der aus dem 19. Jahrhundert stammende Zwiebelmuster-Teller aus Meißener Porzellan von Christine Eichler-Riegel sein. Sie hat das schöne Stück vor 30 Jahren bei einem Antiquitäten-Händler in New York erworben. Sie soll nun mit dem Teller in die Sendung im NDR-Fernsehen kommen – erst da wird dann der Wert taxiert, um die Spannung zu erhalten.

Rein materiell weniger wertvoll, da in großer Stückzahl erstellt, ist der Motiv-Teller von Villeroy & Boch aus der Zeit um 1900, den Wolfgang und Jutta Böcker mitgebracht haben. Doch dank Rather erleben die beiden eine Überraschung. Denn bisher gingen die beiden davon aus, dass auf dem Teller eine Stadt aus dem Osten Deutschlands zu sehen ist. Nun aber ist klar: Es handelt sich um eine Ansicht von Alt-Hannover.

Fast 50 Leute warten geduldig auf den Stühlen in der Paulinerkirche darauf, dass sie von NDR-Mitarbeitern aufgerufen werden, um ihr Lieblingsstück schätzen zu lassen. So gelangen nach und nach immer wieder Gemälde, Vasen, Uhren oder Skulpturen auf die Tische der Experten. Die altehrwürdige Paulinerkirche bietet einen passenden Rahmen für die Antiquitätenschau.

„Er ist so hübsch“

Ein ganz besonderes Anliegen hat der ehemalige DT-Schauspieler Bernd Kaftan. Er hat eine kleine Bärenfigur aus Metall mitgebracht, das einzige, was ihm aus dem Haushalt seiner Großmutter geblieben sei. Hier muss Rather allerdings teilweise passen, denn nach dem Griff zur Lupe stellt sie fest, dass der Bär keinen Produktionshinweis enthält. Was sich aber sagen lässt: Es handelt sich um vergoldete Bronze, um 1900 hergestellt. „Er ist so hübsch“, meint Kaftan über den Bären und nimmt sein besonderes Stück wieder mit nach Hause.

Freuen kann sich Renate Wüstefeld: Sie bekam einmal ein Gemälde im repräsentativen Format geschenkt. Abgebildet ist vermutlich eine alte Stadtansicht von Brügge. Auch sie dürfte wertvoll sein – Wüstefeld darf in die Sendung kommen. Und muss sich überlegen, wo sie das Gemälde zukünftig aufhängt. Denn im Augenblick haben es Freunde an der Wand, da das große Gemälde nicht so recht in Wüstefelds Wohnung passt.

Ein anderes Stück lässt derweil die Augen von Karl Hennig glänzen, der Experte für Asiatika ist. Er hat vor sich ein japanisches Samurai-Schwert liegen, das ein Göttinger Ehepaar mitgebracht hat. Der Mann hat es von seinem Schwiegervater geerbt, der Asiatika gesammelt hat. Das Schwert stammt laut Hennig aus Japan und ist etwa in der Zeit um 1800 entstanden. Auch der Wert dieses Stückes soll erst in der Sendung bestimmt werden.

Von Jörn Barke

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