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Kleinflugzeug in Südniedersachsen abgestürzt: Pilot tot aufgefunden

Großeinsatz im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet Kleinflugzeug in Südniedersachsen abgestürzt: Pilot tot aufgefunden

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Südniedersachsen ist am Freitagmorgen der 67-jährige Pilot aus Thüringen ums Leben gekommen.

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Die Absturzstelle.

Quelle: Meder

Kleinalmerode. Einsatzkräfte hatten am Nachmittag die Absturzstelle des seit dem Morgen vermissten Kleinflugzeugs im Wald zwischen Nieste und Kleinalmerode im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet gefunden. Die Absturzursache ist noch unklar. An Bord befand sich nur der Pilot.

Polizei und Feuerwehr hatten den ganzen Tag über mit einem Großaufgebot nach dem Kleinflugzeug gesucht. Unter anderem waren fünf Hubschrauber der Bundespolizei, der hessischen Polizei und der Bundeswehr, teils mit Wärmebildkameras ausgerüstet, im Einsatz, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Auch am Boden wurde fieberhaft nach dem vermissten Flugzeug gesucht.

Die Suchaktion konzentrierte sich auf ein Waldstück zwischen Nieste und Kleinalmerode. Dort entdeckten Polizisten gegen 15.15 Uhr vom Hubschrauber aus die Absturzstelle. Sie befindet sich nach Angaben der Göttinger Polizei auf niedersächsischem Gebiet – einige hundert Meter südlich der Landesstraße 563. Rettungskräfte fanden in dem dichtbewaldeten Gebiet das Flugzeugwrack und den Toten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um den 67-jährigen Flugzeugbesitzer aus der Nähe von Sömmerda in Thüringen, so die Polizei.

Das Kleinflugzeug war um 8.54 Uhr am Flughafen Kassel-Calden ohne Probleme gestartet, sagte Flughafensprecherin Natascha Zemmin. Flugziel der Piper PA-28 war demnach Sömmerda bei Erfurt. Dort wurde die Maschine gegen 10 Uhr erwartet, kam aber nie an.

Nach Angaben der Polizei hatten sich gegen 9.30 Uhr mehrere Zeugen gemeldet und berichtet, im Waldgebiet am Umschwang erst Motorengeräusche und dann Geräusche eines Aufpralls gehört zu haben. Zu diesem Zeitpunkt soll in dem Bereich schlechtes Wetter mit Schneefall geherrscht haben.  Ob dies eine Ursache für das Unglück gewesen sein könnte, sei aber noch völlig unklar, teilte die Polizei mit. Der Umschwang ist eine 446 Meter hohe Erhebung zwischen den nordhessischen Ortschaften Nieste und Kleinalmerode im Kaufunger Wald im südlichsten Zipfel von Südniedersachsen nahe der hessischen Grenze.

Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig wurde eingeschaltet. Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an.

An der Suche am Boden waren Beamte der Polizei Göttingen und Nordhessen sowie etwa 100 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Göttingen, Werra-Meißner und Kassel beteiligt.

„Als wenn etwas senkrecht vom Himmel fällt“

Olaf Heise ist einer der Zeugen, die den Absturz des Kleinflugzeugs gehört haben. Der 51-Jährige wohnt im alten Forsthaus in der Nähe von Kleinalmerode. Gegen 9.15 Uhr ist er am Karfreitag im Garten, als er plötzlich einen aufheulenden Motor hört, „als wenn etwas senkrecht vom Himmel fällt“, sagt er gegenüber dem Tageblatt. Dann habe es einen Knall gegeben, „als wenn Bäume umfallen. Und dann war das Motorengeräusch weg.“ Heise denkt sich erst nicht viel dabei.

In der Nähe sei ein Segelflugplatz, und wenn dort die Flugzeuge landeten, machten sie auch ein heulendes Geräusch, sagt er. Außerdem habe er am Himmel nichts sehen können. „Ein Berg hat wohl die Sicht verdeckt.“ Als er dann jedoch später auf der Internetseite des Göttinger Tageblatts von der Suche nach einem vermissten Kleinflugzeug bei Kleinalmerode liest, meldet er sich sofort bei der Polizei.

Die hat in der Nähe seines Wohnhauses am Umschwang inzwischen Stellung bezogen. „Dort habe ich dann meine Aussage gemacht“, erklärt Heise. „Die hatten ja dann schon mit der Suche begonnen. Über uns flogen die Hubschrauber.“ Immer mehr Helfer seien dann angerückt, sagt Heise. „Das war schon enorm.“

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